Holocaustleugnung, Judenhass und weiterer Dreck von Attila Hildmann

* von Gerd Buurmann (Tapfer im Nirgendwo)

Es ist unfassbar, was Attila Hildmann über Telegram veröffentlicht. Tapfer im Nirgendwo zitiert aus Dokumentationsgründen ein paar der heftigsten Hassbotschaften dieses Mannes. Bitte lesen Sie nur weiter, wenn Sie starke Nerven haben, denn es folgt rechtsextremer und judenfeindlicher Dreck in deutscher Sprache.

Es folgen Dokumente des Judenhass’, der Holocaustleugnung und von Vernichtungsphantasien. Über 100.000 Menschen folgen diesem Mann.

Es folgt eine notwendige Dokumentation über den aktuellen Judenhass. Darüber darf nicht geschwiegen werden. Schaut Euch diesen Hass an. Er ist real!

Am 31. März 2021 schrieb Attila Hildmann vom „Judenabschaum“ und führte aus, Juden seien keine Menschen, sondern Parasiten. Am selben Tag wandte er Jens Spahn eine „jüdische Pharmatunte“.

Am 4. April 2021 behauptete Attila Hildmann, der Holocaust sei eine von Juden erfundene Lüge. Er nannte den Holocaust sogar die „schlimmste Kriegslüge der Menschheitsgeschichte“ und führte aus, den Deutschen träfe keine Schuld. Am selben Tag schrieb er stolz, er sei Nationalsozialist.

Am 28. April 2021 betonte Attila Hildmann, Antisemit zu sein, sei keine Beleidigung, sondern eine absolute Auszeichnung in der von ihm so bezeichneten „verjudeten Welt“.

Am 29. April 2021 drohte Attila Hildmann, die Juden hätten keine Chance, denn „die Judenrepublik“ werde „vom deutschen Boden runter gefegt“. Der Eintrag endet mit den Worten: „Jude, du bist ein feiger Wurm und am Ende, glaub mir!“

Ab 13. Mai 2021 schrieb Attila Hildmann, die schlimmsten Feinde der Muslime, „gleich nach Satan“, seien die Juden.

Am 20. Mai 2021 erklärte Attila Hildmann Donald Trump zu einem Juden, der Teil einer jüdischen „pädophilen Judensekt“ sei.

Am 27. Mai 2021 erklärt Attila Hildmann, Robert Habeck, sei ein „dreckiger roter Judenparasit“ und nannte ihn zudem „Untermensch“, „jüdischer Abschaum“ und „Müll“. Auch Annalena Baerbock, Volker Beck, Boris Palmer und weitere grüne Politiker*innen werden von Attila Hildmann massiv beleidigt. Auch Politikerinnen und Politiker anderer Parteien werden Ziel seines Hasses, darunter Armin Laschet, Angela Merkel und viele mehr.

Am 27. Mai 2021 erklärt Attila Hildmann die BRD sei „eine jüdische Pestbeule am Deutschen Reich“ und müsse „rausgeschnitten werden aus dem deutschen Volkskörper“.

Neben Worten, gibt es bei Attila Hildmann auch immer wieder Zeichnungen und Bilder von Juden, die mit Kopfschlüssen ermordet, von deutschen Stiefeln in Öfen getreten und an Hakenkreuzgalgen aufgehängt werden.

Wer ist dieser Attila Hildmann?

Attila Klaus Peter Hildmann ist ein deutscher Koch, der sich in seiner beruflichen Tätigkeit auf die vegane Küche spezialisiert hat. Mit seinen Botschaften auf Telegram befindet sich Attila H. auf einer Linie mit Adolf H. Möge uns in ferner Zukunft der Tag erspart bleiben, an dem ein Verharmloser sagen wird: „Es war nicht alles schlecht unter Attila Hildmann. Er hat die Sojawurst erfunden.“

Das stimmt nämlich nicht!

Die Sojawurst hat Konrad Adenauer erfunden, jedenfalls erhielt er am 26. Juni 1918 ein britisches Patent auf eine Sojawurst; und wo wir schon einmal dabei sind: Die erste öffentliche Autobahn in Deutschland ist auch nicht von den Nazis gebaut worden. Die erste Autobahn ist die heutige A555 zwischen Köln und Bonn. Sie wurde nach dreijähriger Bauzeit vor der Machtübernahme der Nazis am 6. August 1932 durch den damaligen Kölner Oberbürgermeister eröffnet. Raten Sie mal, wie dieser Oberbürgermeister hieß? Richtig, es war Konrad Adenauer!

Was die Autobahn für Hitler, ist die Sojawurst für Hildmann.

Konrad Adenauer war Kölner. Ich erwähne das, weil ich auf der Seite von Attila Hildmann auch dieses Bild gefunden habe.

Genau dieses Bild wurde jahrelang vor dem Kölner Dom gezeigt. Ich hatte damals eine Anzeige gegen den Mann erstattet, der dieses Bild und weitere judenfeindliche Pamphlete jahrelang im Rahmen einer Installation im öffentlichen Raum dem Publikum auf der Domplatte präsentierte.

Die Kölner Staatsanwaltschaft wies meine Anzeige jedoch ab. Für die Kölner Staatsanwaltschaft war die Karikatur nämlich nicht antisemitisch, sondern lediglich „Israel-kritisch“. Die dargestellte Person auf der Karikatur sei kein Jude, sondern lediglich ein Israeli, erklärte die Staatsanwaltschaft und führte aus:

„Typisch für antijüdische Bilddarstellungen zu allen Zeiten ist die Verwendung von bestimmten anatomischen Stereotypen, die den Juden schlechthin charakterisieren sollen. Dabei werden insbesondere Gesichtsmerkmale überzeichnet, um den Juden als hässlich, unansehnlich und rassisch minderwertig erscheinen zu lassen (jüdische „Krummnase“, etc.) Einer solchen Bildsprache wird sich vorliegend nicht bedient.“

Mit anderen Worten: Keine Krummnase – Kein Jude – Kein Antisemitismus!

Ich bin mal gespannt, ob es in Deutschland auch heute eine Justiz gibt, die selbst in Attila Hildmann keinen Judenhass glaubt, erkennen zu können.

Klarstellung zu den Vorkommnissen im Capitol und Teilen der dortigen Eindringlinge

Wer steckte tatsächlich hinter der gewaltsamen Erstürmung des Capitols? Und wie ist die geradezu grenzenlose Heuchelei linksgrüner Kreise hinsichtlich der Gewalt in Washington zu sehen? Ein Kommentar.

Klarstellung zu den Vorkommnissen im Capitol und Teilen der dortigen Eindringlinge

Ausgerechnet von links-grüner Seite, die nahezu durchweg keinerlei Anstoß nimmt an den regelmäßigen Gewaltorgien der “Antifa” hierzulande und den Sommer-Plünderungen und sonstigen Exzessen der Anti-Weißen Rassisten von der BLM und schon gar nicht an deren mehr als verbaler Unterstützung durch nicht geringe Teile der US-Democrats und der in ihren sicheren Villen sitzenden Hollywood-Schickeria, werde ich mit triumphierender Häme gefragt, warum ich ich denn die Vorgänge und verblödeten Figuren aus dem Washingtoner Capitol nicht kommentiere.

Ich weiß zwar nicht, warum ausgerechnet ich das tun sollte — hier kennen sich die hiesigen linksgrünen Versteher der autonomen G20-Krieger ganz sicher besser aus. Und ich weiß schon gar nicht, was man mir da als direktem Nachfahren von Shoah-Überlebenden eigentlich maliziös unterstellen will — so ganz bei Trost kann dieses Sudelpack jedenfalls nicht sein.

Andererseits ist es vielleicht nicht schlecht auch von hier aus einiges dazu klarzustellen:

Also die widerwärtige Kreatur auf dem mitgeposteten Foto mit dem Holocaust-Verhöhnungs-TShirt ist entweder wirklich ein am Rande der Debilität durch ein sinnentleertes Leben taumelnder rechtsextremer und judenfeindlicher Idiot oder — weit eher wahrscheinlich, daher vermutlich auch sein Drängen vor jede Kamera — ein von linker Seite geheuerter und bezahlter Provokateur in ganz nach dem Gusto der Trump-Bashing Medien gestellter Aufmachung.

Wie es auch immer sei — in beiden Fällen hat er trotz von links gern aufgestellter gegenteiliger Behauptungen unserer medialen und politischen Trump-Verteufelungs-Kreuzzügler definitiv nichts mit dem US-Präsidenten Trump zu tun. Donald Trump ist weder verantwortlich für den Aufzug dieses Kretins noch für dessen Handeln und hat die Vorgänge im Capitol verurteilt — ganz anders als Teile der Democrats, die die entfesselte Gewalt der BLM-Anhänger in den Städten der USA im Sommer noch angeheizt haben.

Auch habe ich keinesfalls übersehen, dass mich niemand von Seiten des hiesigen links-grünen Morastes gefragt hat nach einer Kommentierung des hier nun wirklich anders als bei Trump tatsächlich auf der Hand liegenden Zusammenhangs zwischen der Politik und den Aussagen sowie dem Handeln unserer Kanzlerin und dem Vergewaltigungs- und Mordtreiben ihrer pauschalen Schützlinge vom Kölner Hauptbahnhof, oder des vielfachen Mörders vom Berliner Weihnachtsmarkt oder auch des Schwertmörders von Stuttgart sowie den illsamischen “Juden ins Gas”-Rufern auf Berliner Straßen, die all ihre Verbrechen und Ungeheurlichkeiten nicht zuletzt auch wegen der Duldungs- und Förderungspolitik unserer Kanzlerin und ihrer linken Entourage verüben konnten.

Außerdem ist eines sicher: Donald Trump ist alles andere als ein Antisemit oder ein Feind Israels. Das hat er bereits und stellt er stets und bei jeder Gelegenheit unentwegt unter Beweis. Gerade diese Nähe zu Israel und den Juden wird ihm ja auch von unserer Israel-aversen Politik vorgeworfen, die nicht zuletzt auch deshalb dankbar und geradezu frohgestimmt über seine Amtsaufgabe ist.

Mal von unseren Steinmeiers, Maasen, Heusgens und Gabriels abgesehen, findet man die Antisemiten und Israelfeinde ohnehin ohne jede Mühe und viel leichter bei der Biden-Entourage und den nach links jeden politischen Anstandes gedrifteten Democrats trotz der geradezu suizidalen Gaga-Juden die die Partei der eingefleischten Squad-Antisemiten, Israel-Feinde und BDS-Protagonisten Ilhan Omar, Rashida Tlaib und Alexandria Ocasio-Cortez auch noch gewählt haben und denen sie in ihrer Verblendung ganz offensichtlich viel näher stehen als Israels Premierminister oder Donald Trump.

Dazu gehören natürlich auch die von den Dems gepemperten Geschäftsplünderer und alte weiße Frauen – Prügler vom BLM-Movement sowie die studentischen Judenmobber und Israel-Delegitimierer auf den von den Democrats und ihrem linken Gedankenmüll dominierten US-Unis, von denen nicht wenige zu der Brutstätte der gewaltbereiten und antisemitischen Vorhut Bidens und der Democrats gehören.

Auf die angebliche moralische Überlegenheit der Democrats und auch unserer einseitig erblindeten linken Entrüstungsspezialisten in diesem Lande sollte jedenfalls kein anständiger Mensch reinfallen.

Ich glaube nicht, dass das Capitol es so unbeschadet überstanden hätte, wenn die schon im Sommer auf den amerikanischen Straßen zusammen mit der BLM- Bewegung gewalttätig gewordenen Anhänger der US-Democrats und/oder die “Antifa”-Banditen dort eingedrungen wären, beispielsweise nach einer Anerkennung des Wahlsieges Donald Trumps.

Es ist schon bezeichnend für die offensichtlich völlig ungenierte Doppelmoral von Leuten aus der vornehmlich links-grünen Polit-Kloake: Donald Trump soll nach deren Willen uneingeschränkt haften für eine Gewalt im Capitol, zu der er nie aufgerufen hat und deren Beendigung er unzweideutig gefordert hat.

Die alles andere als friedfertigen Democrats sollen dagegen nicht nur nicht haften sondern auch noch belobigt werden für einen gräßlichen Sommer voller Judenhass und Gewalt durch ihre Anhänger.

Es ist nicht nur ein Zeichen von charakterlicher Verformung und himmelschreiender Dummheit, wenn ausgerechnet Juden ihren dedizierten Feinden von den Democrats bis ganz tief in den Südpol kriechen und ihren größten Freund im mächtigen Amt des US-Präsidenten in dissonantem Gleichklang mit den übelsten Judenfeinden dieses Planeten wie etwa Iran, Erdogan, Abbas und Hamas und dem widerwärtigen links-grünen Bodensatz dieses Landes und Westeuropas samt aller Steinmeiers, Maase und Gabriels und ihren Zwangs-Gebühr-überzahlten Gesinnungsmedien desavouieren und verteufeln.

Es ist eine grenzenlose Infamie, eine Abscheu-erregende Undankbarkeit und eine kaum zu ertragende Schande !!

So das wäre erstmal dies !!

 

Dr. Rafael Korenzecher ist Herausgeber der Jüdischen Rundschau und stellvertr. Vors. des Koordinierungsrates deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus

Wokeismus, Judenhass und Misozionie

Sie hören davon, aber Sie glauben es nicht wirklich.

Was an amerikanischen Universitäten mit jüdischen Studenten geschieht, insbesondere mit jenen, die Israel nur in geringem Maße unterstützen, ist entsetzlich und hat sich nicht verringert, da die Kurse während der Pandemie online gegangen sind. Misozionie, „neuer Antisemitismus“ und einfacher alter Judenhass, der nicht einmal versucht, sich zu verschleiern, sind Teil der Alltagserfahrung jüdischer Studenten auf eine Weise geworden, die für mich oder meine Kinder als Studenten unvorstellbar gewesen wäre. Lesen Sie den Artikel von Blake Flayton unter dem obigen Link. Man kann sagen, dass es sich nur um eine Sammlung von Anekdoten handelt, die jedoch für die Atmosphäre an den meisten Universitäten charakteristisch sind.

Einer der beunruhigendsten Aspekte ist, dass er nicht nur von anderen Studenten kommt, sondern oft von Fakultäten und Administratoren. Die Autorität für Erwachsene, von der erwartet wird, dass sie Schüler schützt, wird vermisst, wenn die Opfer Juden sind. Administratoren, die äußerst sensibel auf Berichte über Mikroaggressionen gegen „Farbige“ oder geschlechtsspezifische Minderheiten reagieren, tun oft so, als hätten jüdische Studenten keinen Schutz verdient, weil sie schließlich die privilegiertesten der Privilegierten sind. Für den Fall, dass sie nicht richtig gegen Israel sind – sie müssen sich nicht einmal als Zionisten bezeichnen -, werden sie auf vielfältige Weise verleumdet und diskriminiert, um einen „rassistischen Apartheidstaat“ zu unterstützen, der nur dadurch repariert werden kann, dass seine Feinde ihn überrennen. Mitarbeiter, die mit jüdischen Angelegenheiten oder Israel sympathisieren, haben oft Angst, dass sie ins Visier genommen werden, wenn sie nicht schweigen (siehe hier, hier, hier, hier usw.).

Die Campus sind von einer postmodernen Ideologie durchdrungen, die Freie Meinungsäußerung nur für diejenigen erlaubt, die sie unterstützen und einer postkolonialen Ideologie, die rassistische Einstellungen gegenüber „Weiße“ institutionalisiert, womit sie (etwas inkohärent) jemanden meinen, der nicht zu einer Variablen Sammlung “unterdrückter” Gruppen gehört. Juden werden trotz einer jahrtausendelangen Geschichte von Pogromen, Vertreibungen und Völkermorden niemals einbezogen.

Leider ist die postmoderne / postkoloniale Ideologie („Wokeismus“) nicht mehr auf die Universitäten beschränkt. Die sogenannte „Cancel Culture“, die progressive Medien durchdringt, leitet sich aus postmodernen Ideen ab, wie der Wahrheit als sozialem Konstrukt, während Gefühle a priori gültig sind. Die Bereitschaft sowohl der Linken als auch der Rechten, einfach „Fakten“ zu erfinden – weil die unwiderlegbare „Wahrheit“ ihrer Erzählung jede mögliche Verfälschung durch die Realität außer Kraft setzt – kommt von derselben Stelle. Die Ideologie hat sich auch auf die K-12-Bildung ausgeweitet. Und überraschenderweise wird sogar die Unternehmenswelt davon durchdrungen, wie die Besessenheit von verschiedenen Formen des Sensibilisierungstrainings und der „Anti-Rassismus-Aufklärung“ zeigt.

Dies ist nicht verwunderlich, da die Woke-Durchdringung der Universitäten seit mindestens zwei Jahrzehnten andauert und Absolventen jetzt für die größten Unternehmen, Medien, Anwaltskanzleien, Werbeagenturen, lokale und nationale Behörden sowie öffentliche und private Bildung arbeiten. Man vermisst die Raubritter des 19. Jahrhunderts, die hauptsächlich an Geld interessiert waren und keine sozialen Ziele wie das Management von Google oder Twitter hatten.

Elemente in der schwarzen Gemeinschaft scheinen den Wokeismus1Dieses Wort wurde verwendet, um das Erwachen gegen den Rassismus zu bezeichnen, wurde allerdings später zu einer extremistischen Ideologie der Gerechtigkeit gegen alle Mehrheitsunterdrückungen, die zeitweise die Macht in der realen Welt schmeckte. (S. https://openthemagazine.com/cover-story/a-brief-history-of-wokeism/) auch als sympathisch zu empfinden, da die Vorstellung, dass es sich um eine kolonisierte Bevölkerung handelt, es möglich macht zu argumentieren, dass alle Probleme, mit denen sie in der größeren amerikanischen Gesellschaft konfrontiert ist, auf den damit verbundenen strukturellen Rassismus zurückzuführen sind. Das bedeutet, dass ihnen zusätzlich zur Chancengleichheit etwas geschuldet wird, weil das, was ihren Vorfahren durch Sklaverei genommen wurde und ihnen weiterhin durch institutionellen Rassismus genommen wird. Leider passen die antijüdischen Aspekte der Woke-Kultur zu der historischen antisemitischen Tendenz der schwarzen Gemeinschaft, die bereits in den 1930er Jahren von der Nation of Islam eingeführt wurde und heute von Louis Farrakhan vertreten wird. Die rassistischen Unruhen und Kontroversen der 1960er Jahre (wie der New Yorker Lehrerstreik) verschärften die Unterschiede zwischen Schwarzen und Juden in städtischen Gebieten.

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Antisemitismus im heutigen Europa

Wenn Judenhass auf der Straße normal wird

 

Das Erbe des Antisemitismus in Europa ist langes und schmerzhaftes. Es hatte seinen Höhepunkt im Holocaust. Während Europas demokratische Regierungen heute behaupten Antisemitismus bekämpfen zu wollen, hat der Zustrom von Millionen muslimischer Migranten aus dem Nahen Osten den verbleibenden Antisemitismus ins Unterbewusstsein vieler Europäer eingebettet. Die in Europa geborenen Muslime wurden zusammen mit den neu angekommenen Migranten dank der Indoktrination in Medien und Moscheen in ihren Heimatländern auf Judenhass feingeschliffen. Die muslimischen Migranten aus dem Nahen Osten haben außerdem einen tiefen Hass auf Israel mitgebracht. Im heutigen Europa ist Antisemitismus auf der Straße, wenn nicht gar in Regierungsbüros normal gemacht worden. Europäische Regierungen machen sich nun Sorge, dass ihre einheimischen Juden als Ergebnis des höheren Niveaus des Antisemitismus aus dem Kontinent fliehen könnten, besonders da COVID-19 Europa plagt und Juden zunehmend griffbereite Sündenböcke geworden sind. Besonders die Regierungen der Europäischen Union (EU) haben die Sorge, es könnte sich zeigen, sollte jüdisches Leben in Europa zu Ende gehen, dass Europa die Lektionen aus dem Holocaust nicht gelernt hat.

Eine Umfrage in der EU unter europäischen Juden aus ganz Europa, die im Januar 2019 veröffentlicht wurde, zeigte, dass 89% der Befragten sagten, der Antisemitismus habe in den letzten fünf Jahren beträchtlich zugenommen. Bei der Umfrage der EU wurden 16.395 Juden in 12 EU-Ländern befragt. In einer separaten EU-Umfrage unter der Grundrechte-Agentur der EU kam man allerdings zu dem Schluss, dass Juden „einem anhaltenden Strom an Übergriffen ausgesetzt“ wurden. 38% der Befragten sagten, sie würden über Auswanderung aus Europa nachdenken, weil der Kontinent für Juden nicht mehr sicher sei. Im letzten Jahrzehnt zogen tausende französischer und britischer Juden nach Israel.

Die jüdische Zukunft in Europa ist düster. Eine aktuelle Umfrage des Thinktanks Henry Jackson aus London stellte fest, das 44% der britischen Muslime an antisemitische Verschwörungstheorien glauben. Die Umfrage deutete auch an, dass siebenundvierzig Prozent der Muslime mit einem Collegeabschluss die Falschmeldung der „gespaltenen Loyalität“ gegen britische Juden stützen. Noch ernster sind jedoch die zunehmenden Vorfälle physischer und verbaler Übergriffe von Muslimen auf identifizierbare Juden. Tatsächlich hat das Vereinte Königreich in jedem der letzten drei Jahre die höchste Zahl der jemals aufgezeichneten antisemitischen Vorfälle registriert.

In Frankreich wird die Polizei von vielen Muslimen als „dreckige Juden“ betrachtet. Nach Angaben von Sammy Ghozlan, dem Gründer von Frankreichs Nationalbüro für Wachsamkeit gegenüber Antisemitismus, ist „die antisemitische Gleichsetzung von Polizisten und Juden eine neue Entwicklung, die Verschwörungstheorien entstammt, was inzwischen zu Gewalt und Blutvergießen anstachelt. Das ist nicht nur für Juden gefährlich, sondern auch für das Rechtsstaatsprinzip in Frankreich.“ In diesem Land, das die drittgrößte jüdische Bevölkerung der Welt hat, haben Regierungsunterlagen von 2017 bis 2018 eine Steigerung von 74% bei antisemitischen Taten gezeigt.

Eine Meinungsumfrage der Anti-Defamation League von 2019 stellte fest, dass einer von vier Europäern negative Einstellungen gegenüber Juden hegt. Antisemitische Sprachbilder wie, dass Juden Geschäfte und Finanzen kontrollieren und dass Juden Israel gegenüber loyaler sind als ihren Heimatländern, sind in allgemeiner Verwendung. Europäische Befragte haben sich auch beschwert, dass „Juden immer noch zu viel darüber reden, was ihnen im Holocaust geschah“.

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Merkels böswilliger Rat für Netanyahu

Das Presse- Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung veröffentlichte eine Meldung zu einem Telefonat von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu. In dem Bericht hieß es, dass neben der Bewältigung der Covid-19-Pandemie auch regionale Themen diskutiert wurden. Die Kanzlerin begrüßte die fortdauernden Gespräche zur Normalisierung der bilateralen Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten. In diesem Zusammenhang unterstrich sie die Notwendigkeit der Wiederaufnahme der Beziehungen zu den Palästinensern mit dem Ziel einer Zweistaaten-Lösung.1www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/telefonat-von-bundeskanzlerin-merkel-mit-dem-israelischen-ministerpraesidenten-benjamin-netanjahu-1782466 Letzteres war ein böswilliger Rat. Das Wort ist eher euphemistischen Begriffen wie fehlgeleitet, kontraproduktiv, antagonistisch, konfrontativ, aggressiv unaufrichtig, störend, verfehlt, fehlerhaft und so weiter vorgezogen. In der zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Textes noch anstehenden israelischen Vereinbarung mit den Vereinigten Arabischen Emiraten wird ein Palästinenserstaat gar nicht erwähnt. Was also geht das eine Bundeskanzlerin Deutschlands an, wo die Überbleibsel ihrer schrecklichen Vergangenheit immer wieder auftauchen?

In der Zukunft könnte eine Situation entstehen, in der es westlich des Jordan zwei Staaten gibt. Das ist allerdings keine Zweistaaten-Lösung. Aus den derzeitigen palästinensischen Gebilden einen Staat zu machen, in dem die stärkste Partei, die Hamas, den Völkermord an Juden befürwortet – mehr oder weniger wie die Großelterngeneration in Deutschland – wird kaum etwas lösen. Auch die zweitgrößte Palästinenserpartei, die Fatah, ist für Terrorismus und die von ihr kontrollierte palästinensische Autonomiebehörde belohnt potenzielle oder „erfolgreiche“ Mörder. Die Verherrlichung des Todes ist ein Kult, der große Teile der palästinensischen Gesellschaft durchzieht.

Es gibt mehrere weitere Gründe, warum Merkels Äußerung unverschämt war. Dennoch ist Deutschland eine Macht und Netanyahu musste es sich versagen Merkels Rat wie folgt zu beantworten. Weil es dennoch gesagt werden muss, veröffentlichen wir es hier:

 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Sie haben eine Reihe guter Dinge für Israel getan, die ich enorm schätze. Andererseits gibt es allerlei negative Aspekte im Verhalten der deutschen Regierung unter Ihrer Führung, die sowohl Israel als auch die deutschen Juden gefährdet.

Niemand hat im letzten Jahrzehnt indirekt mehr für Terrorismus im Nahen Osten geworben als der letzte US-Präsident Barack Obama. Dennoch hat er den Friedensnobelpreis bekommen, der ihm von unverantwortlichen Norwegern verliehen wurde. Die JCPOA-Vereinbarung von 2015, der Israel heftig widersprach, hat der iranischen Regierung – mit ihren völkermörderischen Absichten gegenüber Israel – die Hände befreit, um in vielen Teilen des Nahen Ostens Terrorismus Vorschub zu leisten. Deutschland hat diese Vereinbarung unterstützt. Selbst heute noch hat Deutschland eine viel zu nachgiebige Haltung gegenüber dem Iran.

Auch Ihr Botschafter bei den Vereinten Nationen nimmt dort an dem antiisraelischen Hass-Fest teil. Bei der UNO stimmt Ihr Land regelmäßig mit den Feinden Israels. Ihr Botschafter hat sich sogar negativ über Israel geäußert und Sie hätten ihn abberufen sollen.

Ihre Regierung ist der größte Importeur von Antisemitismus nach Europa. Ihre Willkommenspolitik hat ohne jegliche Überprüfung darauf, ob sie Antisemiten sind oder nicht, mehr als eine Million zusätzliche Muslime ins Land gelassen. Nach Angabe von Studien sind die Hälfte von ihnen Judenhasser. Angesichts seiner außergewöhnlich kriminellen Vergangenheit hätte Deutschland keine Antisemiten hereinlassen dürfen. Es gibt nichts Humanitäres daran Antisemiten nach Europa hereinzuholen, selbst wenn sie Flüchtlinge sind. Diese radikal falsche Entscheidung hat auch zu einer Stärkung von Aktivismus der deutschen Rechten geführt, auch gegen Juden. Heute sitzt eine rechte Partei, in der es antisemitische Mitglieder gibt, im Parlament Ihres Landes, dem Bundestag.

Ihr Vorgänger, Kanzler Helmut Kohl, gab sich große Mühe die Realität für Deutschlands Juden so weit wie möglich zu normalisieren. Er öffnete die deutschen Grenzen für Juden aus Russland, was zu einer starken Zunahme der Zahl der Juden und neuen jüdischen Gemeinden in mehreren deutschen Städten führte. Ihre Politik hat hingegen zum Gegenteil geführt. Deutsche jüdische Leiter sind extrem abgeneigt gewesen die Wahrheit zu sagen, aber im Mai 2020 gab Josef Schuster, der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, endlich zu, das er die utopische Idee aufgegeben hatte, es könne ein Deutschland ohne Antisemitismus geben.2https://neuesruhrwort.de/2020/05/19/schuster-in-krisenzeiten-werden-schuldige-gesucht/

Der nationale Antisemitismus-Beauftragte Felix Klein sagte: „Ich kann Juden nicht empfehlen, jederzeit überall in Deutschland Kippa zu tragen.“3https://rp-online.de/politik/deutschland/antisemitismus-beauftragter-felix-klein-warnt-juden-vor-tragen-der-kippa-in-deutschland_aid-39029439 Schuster riet Juden auch, in Großstädten keine Kippa zu tragen. Der Hauptgrund für diesen Rat war, dass Hass von Muslimen manchmal Gewalttaten zur Folge hat.4https://www.timesofisrael.com/man-attacked-in-berlin-for-wearing-kippa-is-israeli-arab/ Einer von denen, die die diesem Rat anfangs nicht folgten, war der Münchener Rabbiner Schmuel Aharon Brodman. Er wurde im Juli von vier Arabisch sprechenden Männern belästigt.5https://www.rnd.de/politik/munchen-rabbiner-versteckt-kippa-nach-antisemitischem-angriff-4SQX62MDIUR2WF43XOCPDPGXGE.html Wir wissen nicht, ob die Angreifer Teil Ihrer Willkommens-Einwanderung waren oder vorher ins Land kamen. Rabbi Brodman hat sich jetzt entschieden in der Öffentlichkeit keine Kippa mehr zu tragen oder laut Hebräisch zu sprechen.6https://www.hallo-muenchen.de/muenchen/muenchen-rabbi-rabbiner-brodmann-attacke-kippa-isartor-israel-shmuel-aharon-juden-13847768.html

Angesichts der damit verbundenen Risiken haben Juden in Deutschland beschlossen den Rat ihre Identität zu verbergen zu befolgen. Ein Arbeitsgericht hat hingegen entschieden, dass muslimische Frauen ihre Identität zeigen können, indem sie als Lehrerinnen in Schulen Kopftuch tragen.7https://www.tagesspiegel.de/berlin/reaktionen-von-paedagogen-auf-kopftuch-urteil-wir-haben-schueler-aus-gegenden-in-denen-unglaeubige-bekaempft-werden/26138130.html Berlin ist heute Europas Hauptstadt des Antisemitismus. Ein besonderes Problem sind einige Fälle extremer Schikanierung jüdischer Schüler in Schulen, hauptsächlich durch Muslime.8https://besacenter.org/perspectives-papers/berlin-antisemitism/ Ihre Regierung manipuliert die Statistiken und versucht für fast alle antisemitischen Vorfälle die Rechten verantwortlich zu machen, obwohl nur die Hälfte der Täter bekannt ist.

Erlauben Sie mir eine weitere Anmerkung. Ihre Botschafterin in Israel ist Gast in unserem Land. Sie sollte die Meinung der deutschen Regierung zur Zweistaaten-Lösung für den palästinensisch-israelischen Konflikt für sich behalten. Angesichts des oben Gesagten sollte sie nicht öffentlich unaufgefordert und arglistig Empfehlungen zur „Zweistaaten-Lösung“ verbreiten. Gäste sollten ihre Gastgeber nicht beleidigen.

Da Sie mir einen Rat gaben, möchte ich mich meinerseits mit einem Rat revanchieren. Sie haben in Deutschland viele Probleme, darunter zunehmenden Antisemitismus. Also kehren Sie bitte erste einmal vor der eigenen Tür.

Netanyahu konnte das nicht sagen. Dennoch gibt es eines, das er in seinem Telefonat mit Merkel gewiss hätte sagen können: „Dutzende Millionen Deutscher glauben, dass Israel sich gegenüber den Palästinensern wie Nazis verhalten oder alternativ, dass Israel vor hat die Palästinenser auszulöschen.9http://library.fes.de/pdf-files/do/07908-20110311.pdf Ich möchte Sie höflich, aber eindringlich auffordern diese Sache zu untersuchen und zu sehen, wie die deutsche Regierung gegen diese weit verbreiteten, extrem bösartigen Meinungen vorgehen kann.“

Die neue Kulturrevolution frisst ihre Kinder

  • – Allerorten wird Antisemitismus ausgemacht, auch realer
  • – Wann geht es der islamischen Variante an den Kragen
  • von Albrecht Künstle

Wer in seinem Leben viele Kulturreisen unternahm, konnte das Ergebnis der Kulturkämpfe immer wieder in Augenschein nehmen. Reisen bildet wirklich – was nun wegen Corona-Restriktionen auch abnehmen wird. Die steinernen Zeugen in den Tempeln der Pharaonen zeigen viele Köpfe ohne Gesichter. Die Anhänger von Amun und Aton stachen sich die Augen aus und schlugen Nasen der anderen ab, die „Amunisten“ der Dynastien auch untereinander. Weniger zimperlich waren die Jakobiner der französischen Revolution, welche gleich die ganzen Köpfe entfernten – und das nicht an totem Gestein.

Heute scheinen die Bilderstürmerei und die Rache an Vergangenem wieder in Mode zu kommen. Die Kulturrevolutionen leben wieder auf. Straßen, Plätze, öffentliche Gebäude, Schulen, Kasernen usw. werden umbenannt – nur der Reichstag in Berlin behält seinen historisch beladenen Namen. Aktuell geht es in Freiburg u.a. um Alban Stolz, um den sogar eine Auseinandersetzung zwischen den Behörden und den Stadtoberen ausgebrochen war. Dieser Mann war ein katholischer Theologe, Schriftsteller und Erziehungswissenschaftler, und was für einer… https://de.wikipedia.org/wiki/Alban_Stolz Er war unstreitig ein Antisemit.

Ziel der Bischofsstadt Freiburg war es, dass dessen Bronzebüste aus dem öffentlichen Raum entfernt wird“ (BZ). Die Erzdiözese beantragte, ihr Denkmal abbauen zu dürfen, weil ein solcher Ex-Theologe kein Ruhmesblatt ist. Das Landesdenkmalamt sagte, „stehen lassen“, wahrscheinlich damit alle sehen, was die Kirche für zweifelhafte Leute in ihren Reihen hatte. Auch das Landratsamt wollte das Kulturdenkmal belassen. In den Reihen der Antifa wurde auch die jakobinische Lösung diskutiert. Nun wird die Alban-Stolz-Büste im Garten des Priesterseminars aufgestellt. Damit gibt es in unserem Land einen Antisemiten weniger, gut so.

Doch wer kommt als nächstes dran? Da gab es z.B. in den Reihen der Evangelen ebenfalls einen Antisemiten, einen viel Bekannteren: Martin LUTHER!Zur Zeit Luthers waren antijudaistische Denkmuster seit langem verbreitet: Gott strafe die Juden wegen ihres ‚Gottesmords‘, der Kreuzigung … Sie seien gottlos, christenfeindlich, verstockt, verflucht, stammten vom Teufel ab, verübten regelmäßig Ritualmorde, Hostienfrevel, Brunnenvergiftung“ (Wikipedia). Solche Unterstellungen und Verurteilungen wurden auch von Luther gepflegt. Auf Zitate aus seinen Schmähschriften verzichte ich der Länge wegen, und um nicht in den Fokus der Verfassungsschützer zu geraten – die zwar keine Verfassung schützen, aber mit unserem Grundgesetz genug zu tun haben. Doch im Lutherjahr 2017, 500 Jahre nach seiner Reformation, machten die evangelischen Kirchen ihre Hausaufgaben und beleuchtete auch diese Schattenseite ihres unstreitig großen Reformators Luther.

Und dann gab es noch einen bekannten Antisemiten: MUHAMMAD! Dessen Anhänger sich bei uns immer mehr breitmachen. Dieser Mensch, mit dem der Antisemitismus erstmals institutionalisiert wurde, ist der Urheber des Koran, der von Juden verachtenden Tiraden nur so strotzt. Der Islam ist die judenfeindlichste Religion der Welt und unseres Landes – Antisemitismus pur. https://www.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/307771/islamischer-antisemitismus-. Schlimm ist, dass dieser Judenhass nicht nur verbaler Natur war und ist. Muhammad selbst verfolgte Juden und löschte zwei Stämme aus. Und seine islamischen Anhänger sorgen noch heute für judenfreie Länder.

Wenn nun immer mehr Antisemiten entdeckt, dingfest gemacht, geächtet und gesellschaftlich liquidiert werden, wann geht es den zigtausenden muslimischen Antisemiten an den Kragen? Wann werden zumindest deren Agitationsbühnen geschlossen, die zweitausend Moscheen in unserem Land, in denen der Koran ohne Abstriche rezitiert wird? Aber nein, dieser Antisemitismus hat hochrangige Schutzengel. Es sind Politiker, die den Islam zu unserm Land gehörig bezeichnen und z.B. dem Iran, dem Todfeind des Judenstaats, zu seinem 70. Jahrestag seiner islamischen Revolution gratulierten. Aber immer wieder mit trauervollen Augen und herabhängenden Mundwinkeln den rechten Antisemitismus in unserem Land beklagen. Wie lange müssen wir solche heuchlerische Doppelzüngigkeit noch ertragen?

Solidarität mit Israel ist in Deutschland nicht immer durch die Meinungsfreiheit gedeckt

Am 1. Juli 2020 stieß eine junge israelische Musikerin, die momentan in Deutschland lebt, in Frankfurt auf eine Anti-Israel-Demonstration. Um ihre Liebe zu Israel zu dokumentieren, holte sie eine Israel-Fahne aus ihrer nahegelegenen Wohnung und stellte sich damit auf den Platz, wo die Demonstration stattfand. Daraufhin näherten sich ihr mehrere Personen, die sich von der Fahne provoziert fühlten und brüllten aggressiv auf sie ein.

Wer sich von der Fahne Israels provoziert fühlt, hat ein Problem mit der puren Existenz des Landes, das stolz ein jüdisches Symbol auf seiner Flagge trägt.

Sexisten fühlen sich durch Frauen provoziert. Frauen sind aber nicht das Problem, sondern die Sexisten. Schwarze erzeugen bei Rassisten erheblichen Unmut. Schwarze sind aber nicht das Problem, sondern die Rassisten. Judenhasser hassen Juden. Juden sind aber nicht das Problem, sondern die Judenhasser. Nicht die Israelin ist das Problem, sondern die Israelhasser.

Was im Jahr 2020 in Frankfurt geschehen ist, stellt leider keinen Einzelfall in Deutschland dar.

Am 17. Januar 2009 zum Beispiel fand in Bochum eine Demonstration gegen Israel statt. Über 1500 Personen waren anwesend. Vier Moscheen hatte zu der Demonstration gegen Israel aufgerufen. Im Zuge dieser Demonstration wurden Parolen wie „Kindermörder Israel“, „Stoppt den Holocaust in Gaza“ und „Terrorist Israel“ skandiert. Alles schien darauf hinaus zu laufen, dass jemand eine Israel-Flagge herausholt, um sie zu verbrennen. Eine Studentin holte die Israel-Flagge heraus, verbrannte sie jedoch nicht, sondern schwenkte sie stolz als Zeichen der Solidarität mit Israel. Aufgrund dieser Aktion leitete die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen die Studentin ein, die eine Geldstrafe von € 300,- gegen die Studentin zur Folge hatte. Die Erklärung lautete: „Das war keine ungefährliche Situation, die Sie geschaffen haben.“

Vermutlich hatten sich Juden vor der Pogromnacht am 9. November 1938 auch in eine nicht ungefährliche Situation begeben, weil sie sich dafür entschieden hatten, sich auf deutschem Boden nieder zu lassen, um dort Gebäude mit Davidsternen zu errichten. Damals jedenfalls mussten die deutschen Juden nach der Nacht, in der jüdische Einrichtungen in Brand gesetzt wurden, für die entstanden Kosten der Feuerwehreinsätze selbst aufkommen.

So wie für Nazis eine Synagoge eine Provokation darstellt, so stellt für manche die Fahne Israels eine Provokation dar. Wenn sich Judenhasser in Deutschland durch einen Davidstern provoziert fühlen und bereit sind, ihre Aggression in Gewalt umschlagen zu lassen, sind nicht etwa die Gewalttäter Verbrecher, sondern jene Menschen, gegen die sich der Hass richtet.

Im Januar 2009 stürmten deutsche Einsatzkräfte in Duisburg eine private Wohnung in Abwesenheit der Mieter, um eine Israel-Flagge aus dem Fenster zu entfernen. Vor der Wohnung hatte eine aufgeputschte Meute in alter Tradition deutscher Pogrome damit begonnen, Steine auf das Fenster mit dem Davidstern zu werfen. Die Polizei sorgte jedoch nicht dafür, dass der Mob mit seiner Gewalt aufhört, sondern stürmte stattdessen die Wohnung und machte somit die Mieter der Wohnung zu Opfern der Judenhassern. Die deutsche Polizei kapitulierte vor dem Terror der Sturmtruppen auf der Strasse.

Auch im deutschen Fußball ist die Fahne Israels nicht immer gern gesehen. Almog Cohen ist ein israelischer Fußballspieler und stand beim FC Ingolstadt 04 unter Vertrag. Am 26. April 2015 trennten sich im Stadion an der Alten Försterei die Union Berlin und der FC Ingolstadt mit einem 2:2. Almog Cohen saß das ganze Spiel über auf der Bank und twitterte kurz nach Abpfiff auf hebräisch: „Heute wurde beim Spiel eine Israel-Fahne entfernt. Eine Fahne, die deutsche Fans mitgebracht haben, wurde von einem Ordner entfernt. ‚Keine Juden-Fahnen‘, sagte er.“

Der stellvertretende Polizeisprecher Berlins, Thomas Neuendorf, erklärte daraufhin: „Das Einsammeln der Israel-Flagge war eine Entscheidung des Polizeiführers.“

An selben Wochenende wie das Spiel fand in Berlin auch eine große palästinensische Konferenz in der „Arena“ in Treptow statt. Aufgrund dieses Konferenz bat sich die Polizei ein besonnenes Verhalten aus und dazu gehörte wohl auch, nicht mit jüdischen Symbolen zu provozieren. Die Organisatoren der Konferenz, die nicht provoziert werden sollten, waren die Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland (PGD) und das Palestine Return Center (PRC). Beide unterhalten laut Verfassungsschutz Verbindungen zur Hamas. Die Hamas fordert in ihrer Gründungscharta den Tod aller Juden (Artikel 7) und die Vernichtung Israels (Artikel 13). Mit solchen Leuten sollte man wahrlich sehr besonnen umgehen und sie nicht auch mit Symbolen lebender Juden provozieren.

Wann wer wo einen Judenstern trägt, das entscheidet in Deutschland immer noch die Polizei!

Bei einer Demonstration vor dem Berliner Hauptbahnhof am 27. März 2011, auf der zu einem Boykott gegen Israel aufgerufen wurde, entfernte die Polizei eine Israelfahne und nahm zwei Menschen in Gewahrsam, weil sie sich weigerten, Ihre friedliche Solidaritätsbekundung mit Israel zu unterlassen.

Am 24. Juli 2006 fand in der Saarbrücker Innenstadt eine Demonstration gegen Israel statt, bei der Parolen wie „Israel – Kindermörder“ gerufen und Pappschilder mit antisemitischen Stereotypen gezeigt wurden. Drei Menschen demonstrierten dagegen, indem sie Fahnen des Staates Israel zeigten. Sie wurden unmittelbar von etwa fünfzig Demonstranten angegriffen. Dabei raubten die Angreifer eine Israel-Fahne, zerrissen sie und verletzten einen Menschen durch Schläge im Gesicht. Das Landeskriminalamt ermittelte später gegen die drei mutmaßlichen „Provokateure“ wegen „Verstoß gegen das Versammlungsgesetz“.

Wenn sich Rassisten bei einer Demonstration durch Menschen mit gut sichtbarer dunkler Hautfarbe provoziert fühlen, werden die Menschen mit der äußerst provokanten Hautfarbe dann auch abgeführt? Wenn ein Mann, der eine Kippa auf dem Kopf trägt und dabei erheblichen Unmut bei Judenhassern auslöst, muss die Polizei diesem Mann dann die Kippa vom Kopf reißen, zur Wahrung der öffentlichen Ruhe und Sicherheit? Wenn eine Frau ihr Aussehen in äußerst provokanter und rücksichtsloser Art und Weise zur Schau stellt, muss sie ihren Körper dann unter einem Ganzkörperschleier verstecken? Ist es eine Provokation, wenn Sie unverhüllt das Haus verlässt?

Nicht nur Israelfahnen stellen in Deutschland eine Provokation dar, auch Synagogen können für Unmut sorgen. Im Sommer 2014 verübten drei junge Männer einen Brandanschlag auf eine Synagoge in Wuppertal. Das Gericht sprach jedoch ein mildes Urteil über die Attentäter, da es „keine Anhaltspunkte für eine antisemitische Tat“ erkennen konnte. Das Gericht folgte der Logik der Attentäter, die erklärt hatten, sie hätten mit dem Anschlag Aufmerksamkeit auf den Gaza-Konflikt lenken wollen.

Ein Anschlag auf deutsche Synagogen gilt als „Israelkritik“.

Würde ein Anschlag auf eine Moschee als überzogene Kritik am Iran oder ein Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim als überzogene Kritik an der deutschen Flüchtlingspolitik bezeichnet werden, es gäbe gewiss einen Aufschrei in Deutschland, aber wenn es um Juden und Israel geht, gelten andere Regeln. Wenn in Deutschland ein Anschlag auf eine jüdische Einrichtung verübt wird, weil jemandem die Politik Israels nicht gefällt, dann ist das kein Judenhass, sondern Israelkritik, die etwas zu weit gegangen ist.

Es gelten in Deutschland zwei Faustregeln.

1. Hass auf Israel ist durch die Meinungsfreiheit gedeckt.

2. Solidarität mit Israel ist nicht immer durch die Meinungsfreiheit gedeckt.

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Der Nachteil des VAE-Deals

* von Victor Rosenthal

Die Ankündigung, dass Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate ein Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen aushandeln würden, wurde von den meisten Freunden des jüdischen Staates mit Jubel und von den Palästinensern, der Türkei, dem Iran und seinen Satelliten sowie der antiisraelischen Linken mit Buhrufen begrüßt. Bis zur Unterzeichnung einer tatsächlichen Vereinbarung ist es jedoch unmöglich zu sagen, welche Bedeutung sie tatsächlich haben wird.

Meine unmittelbare Reaktion war, dass ich mich über eine Normalisierung der Beziehungen zur anti-iranischen Fraktion der arabischen Welt freue. Alles, was die Zusammenarbeit gegen den Iran erleichtert, ist eine gute Sache, obwohl ich mir keine Illusionen darüber mache, dass sich das arabische Bewusstsein grundlegend verändert. Es ist immer noch eine islamische Doktrin, dass die jüdische Souveränität über das, was sie für rechtmäßiges muslimisches Land halten, inakzeptabel ist. Der Islam erlaubt jedoch vorübergehende Bündnisse – auch mit Juden -, wenn sie zweckmäßig sind, und die heutige Situation im Nahen Osten macht es sicherlich sehr zweckmäßig. Aber der islamische Antisemitismus sowie die Überlagerung des aus Europa importierten Judenhasses der Nazis werden nicht so leicht verschwinden (sehen Sie sich nur unsere „friedlichen“ Beziehungen zum Königreich Jordanien an, um ein Beispiel für de jure-Frieden und de facto-Hass zu finden ).

Auf der anderen Seite müssen wir irgendwo anfangen, und die Israelis mögen die Idee, diese schicken Hotels zu besuchen.

Aber – darauf haben Sie gewartet – ich habe große Sorge um den Prozess, und das ist die Aussetzung der Pläne zur Ausweitung des Zivilrechts oder der Souveränität auf die jüdischen Gemeinden in Judäa und Samaria sowie im Jordantal.

Es war bereits unwahrscheinlich, dass dies trotz der Versprechungen von Premierminister Benjamin Netanyahu geschehen wäre. Ich glaube, die Beamten der Trump-Administration schwankten angesichts des Drucks von Souveränitätsgegnern, und Netanjahu – kein Menachem Begin oder David Ben-Gurion – wagte es, amerikanischen Wünschen zu widersprechen. Vielleicht wäre es möglich gewesen, wenn Israel schnell gehandelt hätte, als die Idee zum ersten Mal diskutiert wurde, aber unsere endlose Reihe von Wahlen und die damit einhergehende Regierungslähmung erstreckten sich über lange Monate, in denen die Europäer, Araber und israelischen Gegner des Plans alle Zeit hatten, Trump-Berater Jared Kushner davon zu überzeugen, es zu torpedieren.

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Es wird kein Antisemitismus gegen tote Juden geduldet!

Eine Bestandsaufnahme von Simone Schermann.

(Übernommen von Tapfer im Nirgendwo)

Es wird kein Antisemitismus gegen tote Juden geduldet, dafür aber Judenhass gegen die Lebenden hofiert, denn der Deutschen liebstes Kind ist die Familie Stolperstein.

Es fällt Antisemiten heute nicht mehr so leicht, Juden als Religionsgemeinschaft oder als Volk zu hassen, daher hassen sie nun den jüdischen Staat. Das geht immer als akzeptable Israelkritik durch.

Wer Israel kritisiert, muss keinen Protest des Stadtparlaments fürchten, keinen Aufschrei der Anständigen aus den Fraktionen, kein Gebrüll bei den notorischen Mahnern, die sonst so gerne jegliche Form des Antisemitismus brandmarken, kein Aufschrei gegen Judenhass und kein übliches „Wehret den Anfängen“.

Wenn es gegen Israel geht, ist die Creme de la Creme der eifrigen Stolperstein-Führer still, ebenso die feine Auslese der Ergriffenheitsmafia, die Hautevolee der Betroffenheitschickeria und des ewig ritualisierten Gedenktheaters. Die handverlesene, vornehme Gesellschaft, die sich alljährlich am 9. November zum gemeinsamen Rendezvous trifft und sich in ihrer ewigen Betroffenheit aalt, die Betroffenheitsfunktionäre schweigen, wenn Israel unter Freunden an den Pranger gestellt wird.

Am 9. November treffen sich sämtliche Hobbyjudaisten, Friedensstifter und Konvertiten im Gedenken an tote Juden. Für die lebenden Juden bleibt da keine Restkapazität mehr.

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Gregor Gysi und der Ruf der Juden

Der Bundestagsabgeordnete Gregor Gysi (Die Linke) hängt dem Irrglauben an, Juden könnten durch ihr Verhalten Judenhass mindern. Damit offenbart er, das Wesen des Judenhass‘ nicht verstanden zu haben.

Auf Twitter schreibt Gregor Gysi: „Der Ruf von Israel wird bei Realisierung der Annexionspläne weltweit deutlich negativer. Das trifft auch überall Jüdinnen und Juden. Weder sie noch Israel werden dadurch sicherer, im Gegenteil.“

Dieser Kommentar ist vollkommen meschugge!

Egal, was Juden tun oder lassen, Judenhasser hassen Juden. Sie hassen Juden, weil sie leben. Es gibt nichts, was Juden tun können, um diesen ressentimentgeladenen Ruf zu verbessern. Juden können sich lediglich vor diesem Ruf schützen und sich gegen die daraus entstehenden Gewalttaten wehren. Genau diese Wehrhaftigkeit der Juden mögen Judenhasser nicht und kritisieren sie.

Der Konflikt im Nahen Osten eskaliert, weil Juden sich wehren. Eine Situation eskaliert immer erst dann für beide Seiten, wenn sich die eine Seite dagegen wehrt, von der anderen Seite ausgerottet zu werden. Deeskalation heißt für Israel, aufhören, sich zu verteidigen, aufhören zu sein, aufhören, Gebiete zu befreien, von denen aus sie angegriffen werden. Eskalation heißt, gegen die Vernichtung zu kämpfen. Eskalation heißt zu leben.

Solange der Konflikt eskaliert, existiert Israel. Solange Israel existiert, können Juden sich verteidigen. Solange Juden sich verteidigen können, leben sie. Wenn dadurch der Ruf von Juden leidet, bin ich mir sicher, dass Juden mit diesem schlechten Ruf leben können. Schließlich bin auch ich lieber ungeliebt und lebendig als beliebt und tot.

Es gibt allerdings einen Weg, wie die Eskalation zu verhindern ist: Der Hass auf Israel muss ein Ende haben.

Warum also kümmert sich Gregor Gysi nicht lieber um die Menschen, die hassen, als sich um den Ruf derer zu sorgen, die gehasst werden?

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