Iran verliert Kontrolle über Hormus – eigene Minen blockieren die wichtigste Handelsroute der Welt
Der Versuch, Druck auszuüben, schlägt zurück. Ausgerechnet die eigenen Waffen verhindern nun, dass der Iran den Persischen Golf wieder öffnet.
Der Versuch, Druck auszuüben, schlägt zurück. Ausgerechnet die eigenen Waffen verhindern nun, dass der Iran den Persischen Golf wieder öffnet.
Am Dienstagabend verkündete Präsident Trump einen zweiwöchigen Waffenstillstand mit dem Iran und nahm die von ihm angedrohten Angriffe zurück, die „eine ganze Zivilisation“ auslöschen würden. Die Vereinbarung beinhaltete eine Bedingung an Teheran: die Wiederöffnung der Straße von Hormus. Teheran schien zuzustimmen. Am Mittwochmorgen war die Straße jedoch wieder geschlossen.
Die USA und Israel haben auf ganzer Linie verloren – so lautet das überwiegende Resümee der Meinungsmacher der bekannten Zeitungen und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Und die Kommentare in den alternativen Medien sehen kaum anders aus: Wir seien in einer noch schlechteren Position als schon vor dem Irankrieg, wird kolportiert. Dietmar Osterhase – sorry: Ostermann – kommentiert in der “Badischen Zeitung”, die Revolutionsgarden “demonstrieren aller Welt“, dass sie den Schlüssel für die Straße von Hormus in Händen halten. So einfach machen es sich deutsche „Qualitäts“-Kommentatoren. Ja, soll denn die Welt solchen Machtdemonstrationen einfach nur zuschauen? Der Krieg sei „umsonst“ gewesen, so das verkürzte Fazit – natürlich nicht hinsichtlich der Kosten. Bloß wird hier einiges vergessen. Denn: Wie war denn die Lage vor dem Krieg?
Ein Waffenstillstand steht, doch der Frieden ist weit entfernt. Während Washington und Teheran ihre Forderungen auf den Tisch legen, entscheidet sich in wenigen Punkten, ob diese Gespräche eine Chance haben.
Der israelische Premier definiert die Waffenruhe als Zwischenstation und benennt ein klares Ziel. Für Jerusalem steht fest: Ohne Lösung beim Uranprogramm endet die Pause nicht in Frieden.
(Quelle Beitragsbild oben: The White House – https://www.flickr.com/photos/202101414@N05/55166894110/, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=186928553) Nach Tagen massiver Drohungen folgt überraschend ein diplomatischer Schritt.
Hinter den Kulissen laufen Gespräche, doch in Jerusalem glaubt kaum jemand an eine schnelle Lösung. Die Fronten bleiben verhärtet. Die politische Botschaft ist eindeutig. Dieser Krieg wird nicht in wenigen Tagen enden.
Die Vereinigten Staaten verschärfen den Druck auf Teheran deutlich. Präsident Donald Trump fordert eine schnelle Einigung und stellt militärische Konsequenzen in Aussicht.
Der Iran-Krieg hat einen der schwersten Energieschocks in Jahrzehnten ausgelöst. Die fünfteilige Serie des Autors Shoumjit Banerjee beleuchtet entscheidende historische Momente, in denen Turbulenzen der Energiewelt den Verlauf der Geopolitik beeinflusst haben. Banerjee ist ein geschichtlich und kulturhistorisch außergewöhnlich versierter indischer Journalist, dessen Texte in „The Perfect Voice“ (Mumbai) erscheinen. Wir danken ihm für die freundliche Genehmigung zur Übersetzung und Abdruck.
Washington erklärt den militärischen Kernauftrag für erfüllt. Doch Donald Trump verbindet den angekündigten Rückzug mit scharfen Worten gegen die NATO und klaren Bedingungen gegenüber Teheran.
Mehr als 13.000 Bomben, zerstörte Raketenstellungen und getötete Spitzenfunktionäre. Jetzt rückt die wirtschaftliche Basis des Regimes in den Mittelpunkt.
Washington stellt Teheran ein Ultimatum. Energieanlagen, Stromnetze und die Schlüsselinsel Kharg stehen im Fokus möglicher Angriffe.
Washington verlegt tausende Soldaten in den Nahen Osten. Im Fokus stehen iranische Inseln, die den globalen Ölfluss kontrollieren könnten.
Iran verlangt von Schiffen Geld für die Passage durch die Straße von Hormus und arbeitet daran, dieses Vorgehen gesetzlich festzuschreiben. Das ist kein Nebenschauplatz des aktuellen Krieges, sondern der sichtbar gewordene Teil einer Strategie, die seit Jahren vorbereitet wurde.
Unglaublich, was der Herr Trump da wieder von sich gibt: Im Iran sei seit dem Kriegsbeginn bereits ein Regimewechsel geschehen. Wenn er damit meint, dass jetzt andere Führer an der Spitze stehen (weil die „alten“ ausgeschaltet wurden), dann hat er recht. Ein echter Regimewechsel würde aber beinhalten, dass die islamistischen Mullahs nichts mehr zu sagen haben und die islamistische Diktatur beendet wird – und bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
48 Stunden. Eine Drohung, wie sie seit Jahren nicht mehr ausgesprochen wurde. Washington setzt auf maximale Abschreckung.
Ein Einschlag nahe eines der sensibelsten Orte der Welt erschüttert Jerusalem. Gleichzeitig attackiert der US-Präsident die NATO und stellt die Rolle der Verbündeten offen infrage.
Die Vereinigten Staaten bombardieren zentrale Militärziele auf Irans wichtigstem Ölumschlagplatz. Präsident Trump warnt Teheran: Wenn Iran den Schiffsverkehr im Golf blockiert, werde die amerikanische Luftwaffe auch die Ölindustrie auslöschen.
Teheran zieht einen politischen Schlussstrich. Außenminister Abbas Araghchi erklärt, dass neue Verhandlungen mit Washington derzeit nicht mehr auf der Agenda stehen.
Teheran demonstriert militärische Stärke unmittelbar vor neuen Verhandlungen mit Washington. Gleichzeitig drohen Verbündete mit Unterstützung und die Möglichkeit eines Militärschlags bleibt im Raum.
Ein internes Szenario aus Teheran zeigt, wie das Regime einen Mehrfrontenkrieg gegen Amerika führen will. Statt Verhandlungen setzt Iran auf Drohnen, Stellvertreterarmeen und die Erpressung der Weltwirtschaft.
Ein einzelner Drohnenangriff auf einen amerikanischen Flugzeugträger mag harmlos erscheinen. Doch Experten warnen: Teheran testet gezielt Grenzen aus und bereitet sich auf ein Szenario vor, in dem ganze Schwärme billiger, tödlicher Fluggeräte die Verteidigungssysteme des Westens überfordern könnten.
Während Teheran offen mit einer regionalen Ausweitung droht, laufen hinter den Kulissen intensive Gespräche zwischen Washington und Jerusalem. Die Worte des iranischen Machthabers sind kein Zufall. Sie sind Teil einer gefährlichen Strategie.
DDer US-Präsident erklärt, er wolle keinen Krieg mit Iran. Gleichzeitig erreicht ein weiterer amerikanischer Zerstörer den Hafen von Eilat. Zwischen diplomatischen Aussagen und militärischer Realität wächst in Israel die Sorge, dass Entscheidungen längst gefallen sind.
Ein hochrangiger Kommandeur der Iranischen Revolutionsgarden droht mit der Schließung des Mittelmeeres und anderer Wasserwege als Reaktion auf die Handlungen der USA und ihrer Verbündeten in Gaza.