Trump setzt die Begleitung von internationalen Schiffen durch die Straße von Hormus aus und führt Gespräche mit dem Regime in Teheran – Operation Epic Fury beendet? (Videos)

  • von Roland M. Horn

Wie Joshau Marks am 6. Mai 2026 für JNS berichtet, unterbricht US-Präsident Trump am Tag der Meldung das „Project Freedom“ – eine von den USA geführte Initiative zur Eskorte von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus – vorübergehend und gibt als Begründung an, dass die Gespräche mit dem Iran voranschreiten.

In seinem eigenen Social-Media-Kanal Truth Social erklärte Trump, dass die Entscheidung auf Wunsch Pakistans und anderen Ländern getroffen worden sei und preist angebliche „große Fortschritte“ hinsichtlich einer möglichen Vereinbarung mit iranischen Vertretern an. Die US-Seeblockade Irans habe allerdings weiter Bestand.

Die Aussetzung der Eskorte erfolgt einige Tage, nachdem das US-Zentralkommando (CENTCOM) den Start von Project Freedom – einer militärisch unterstützten Initiative, an der Kriegsschiffe, Flugzeuge und etwa 15.000 Personen beteiligt sind, um Handelsschiffe auf dem strategisch wichtigen Wasserweg zu schützen – angekündigt hat.

Ungefähr ein Viertel des weltweiten über den Seeweg laufenden Öls führt durch die Straße von Hormus. Die angesprochene Initiative wurde von US-Offiziellen als Sicherheits- und humanitäre Maßnahme dargestellt, die dazu dienen sollte, neutrale Länder zu unterstützen, deren Schiffe bedingt euch die steigenden Spannungen gestandet waren.

Dieser Schritt folgte auf sollten die monatelangen Konflikte zwischen Washington, Jerusalem und Teheran, eingeschlossen auch gemeinsame US-israelische Operationen, die Ende Februar begannen und mit einem Waffenstillstand am 8. April endeten.

Bevor Trump diese neue Ankündigung verlauten ließe, beschrieb Pete Hegseth, der Außenminister der USA, „Project Freedom“ getrennt von „Operation Epic Fury“, den Codenamen für die am 28. Februar begonnene gemeinsame Operation. Hegseth beschrieb Project Freedom als „defensiv im Charakter, fokussiert im Umfang und vorübergehend in der Dauer. Mit einer Mission: unschuldige Handelsschiffe vor iranischer Aggression zu schützen“.

General Dan Caine, der 22. Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff und ranghöchste Militäroffizier des Landes sowie der wichtigste militärische Berater des Präsidenten, des Verteidigungsministers und des Nationalen Sicherheitsrats, der an der gemeinsamen Pressekonferenz im Pentagon teilnahm, erklärte, dass

„an der Oberfläche Lenkwaffenzerstörer und andere Kriegsschiffe iranische Bedrohungen entdecken und abwehren. Dazu gehören Schnellboote und Einweg-Angriffsdrohnen. In der Luft sind mehr als 100 Kampfflugzeuge, Angriffsflugzeuge sowie weitere bemannte und unbemannte Flugzeuge, die von der 82. Luftlandedivision koordiniert werden, rund um die Uhr im Einsatz und gewährleisten die Luftüberwachung des erweiterten Sicherheitsbereichs.“

Marco Rubio, der Außenminister der USA, erklärte einen Tag vor der Meldung in einer davon unabhängigen Pressekonferenz „Epic Fury“ für beendet und sagt im Wortlaut, dass

„die Operation abgeschlossen. ist. ‚Epic Furyist – der Präsident hat dem Kongress mitgeteilt, dass wir diese Phase abgeschlossen haben, okay? Wir widmen uns nun diesem Project Freedom“.

Am Tag der Abgabe dieser Erklärung berichtete der israelische Journalist Barak Ravid gegenüber Axios, dass ein hochrangiger Beamter der Trump-Administration der Islamischen Republik Iran am 3. Mai 2026

„über die geplante US-Operation informierte, um Handelsschiffe durch die Straße von Hormus zu führen, und Teheran vor Einmischung warnte, wobei er einen US-Beamten und eine weitere mit der Angelegenheit vertraute Quelle zitierte. Trotz der Warnung startete Iran eine Reihe von Angriffen auf US-Marineschiffe, Handelsschiffe und die Vereinigten Arabischen Emirate.“

Rubio erklärte, dass er keine glaubwürdigen Anzeichen dafür gesehen habe, dass der Iran bereit sei, seine Atomwaffenambitionen aufzugeben. Gegenüber Reportern sagte er, dass Teheran zwar lange behauptet, keine Bombe anzustreben, „sie es aber einfach nicht ernst meinen“ und betonte:

„Sie tun all das und haben in der Vergangenheit alles versucht, was man tut, wenn man ein Atomwaffenprogramm anstrebt.“

Der Außenminister Pakistans, Muhammad Ishaq Dar, erklärte am 4. Mai 2026, dass bei den Gesprächen zwischen den USA und Iran tatsächlich Fortschritte bei den Waffenstillstandsgesprächen erzielt wurden, so jedenfalls die halboffizielle iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die allerdings keine Details nannte. Als der Vizepräsident der USA, J. D. Vance, im April nach Islamabad gereist war und beide Seiten eine Runde direkter Verhandlungen geführt hatten, wurde kein Durchbruch erzielt.

Rubio erklärte, dass Trump immer wieder bewiesen hätte,

„dass er den Frieden bevorzugt, aber der Iran muss die Realität der Lage akzeptieren, an den Verhandlungstisch kommen und Bedingungen akzeptieren, die gut für ihn, aber letztlich auch gut für die Welt sind“.

Weiter sagte er:

„Der diplomatische Weg – und es gibt tatsächlich einen diplomatischen Weg. Ich bin mir nicht sicher, ob es einen geben wird, aber wenn es einen echten diplomatischen Weg gibt und wir ihn weiter verfolgen – Steve und Jared [die Trump-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner] arbeiten sehr intensiv daran. Wenn es einen gibt, könnte er sie zu Wiederaufbau, Wohlstand und Stabilität führen und dazu, keine Bedrohung für die Welt darzustellen. Die Alternative ist zunehmende Isolation, wirtschaftlicher Zusammenbruch und letztendlich die totale Niederlage. Ich weiß, was die richtige Wahl für den Iran ist. Ich hoffe, dass die Entscheidungsträger dort die richtige Wahl treffen werden.

und:

„Der letzte Punkt, den ich ansprechen möchte – und es ist wirklich wichtig, dass sie das verstehen –, ist, dass sie den Willen der Vereinigten Staaten wirklich nicht auf die Probe stellen sollten, zumindest nicht unter Präsident Donald Trump. Er hat immer wieder bewiesen, dass er seinen Worten Taten folgen lässt. Und wenn sie ihn auf die Probe stellen, werden sie letztendlich verlieren. Ob auf die harte oder die leichte Art, auf dem langen oder dem kurzen Weg – sie werden verlieren„.

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