Iran unter massivem Druck: Trump erwägt Militärschlag, Berlin spricht offen vom Ende des Regimes

Während im Iran seit über zwei Wochen Menschen gegen das System aufstehen und mit ihrem Leben bezahlen, verdichten sich internationale Signale zu einem historischen Wendepunkt. Washington denkt laut über militärisches Eingreifen nach, Berlin erklärt das Ende der Islamischen Republik für greifbar.

Der Iran erlebt Tage, die über die Zukunft des Landes entscheiden können. Seit siebzehn Tagen breiten sich Proteste aus, nicht punktuell, sondern landesweit, getragen von einer Bevölkerung, die ihre Angst verloren hat. Städte wie Teheran, Maschhad oder Kermanschah sind zu Brennpunkten geworden. Die Reaktion des Regimes ist brutal. Schüsse, Massenverhaftungen, totale Informationskontrolle. Nach Berichten oppositioneller Medien sollen bereits Tausende Menschen getötet worden sein. Die Zahlen lassen sich kaum unabhängig überprüfen, doch die Wucht der Berichte zeichnet ein klares Bild. Der Staat führt Krieg gegen die eigene Gesellschaft.

In dieser Lage verschärft sich der Ton aus Washington. Aus dem Umfeld des Weißen Hauses heißt es, Präsident Donald Trump neige zunehmend dazu, einen militärischen Schlag gegen den Iran anzuordnen. Nicht aus Routine, sondern als Reaktion auf das massive Vorgehen des Regimes gegen Demonstrierende und auf die strategische Gefahr, die Teheran weiterhin darstellt. Dem Präsidenten wurden unterschiedliche Optionen vorgelegt, von Cyberoperationen über gezielte Angriffe auf sicherheitsrelevante Einrichtungen bis hin zu verdeckten Maßnahmen, die das Machtgefüge im Land weiter destabilisieren könnten.

Gleichzeitig läuft ein diplomatisches Ringen. Teheran hat signalisiert, zu Gesprächen über das Atomprogramm bereit zu sein. Doch in Washington überwiegt Skepsis. Die Einschätzung vieler Berater lautet, dass das Regime vor allem Zeit gewinnen will. Zeit, um die Proteste niederzuschlagen. Zeit, um internationalen Druck abzufedern. Zeit, um die eigene Macht zu retten. Genau davor warnen auch israelische Sicherheitskreise. Jerusalem kennt dieses Muster seit Jahren. Verhandlungsangebote in Momenten maximaler Schwäche gehören zur politischen DNA der Islamischen Republik.

Bemerkenswert ist die Klarheit, mit der sich nun auch Europa äußert. Der deutsche Bundeskanzler erklärte offen, das iranische Regime stehe kurz vor dem Zusammenbruch. Es gehe nicht mehr um abstrakte Reformdebatten, sondern um Tage oder Wochen. Solche Worte aus Berlin markieren eine Zäsur. Sie zeigen, wie sehr sich die Einschätzung der Lage verändert hat. Auch der deutsche Außenminister sprach dem System jede verbliebene Legitimität ab.

Im Inneren Irans versucht die Führung, die Kontrolle mit allen Mitteln zu behalten. Das Internet ist seit Tagen nahezu vollständig abgeschaltet. Satellitenverbindungen wie Starlink werden gezielt gesucht und beschlagnahmt. Dennoch dringen Videos und Berichte nach außen. Sie zeigen überfüllte Gefängnisse, blutige Straßen, verzweifelte Familien. Menschenrechtsorganisationen berichten von Tausenden Festnahmen. Minderjährige sollen unter den Toten sein. Jede dieser Meldungen untergräbt das letzte Restnarrativ eines Systems, das sich selbst als Hüter von Ordnung und Moral darstellt.

Die Worte des obersten Führers Ali Khamenei erreichen die Bevölkerung kaum noch. Zu groß ist die Kluft zwischen offizieller Rhetorik und gelebter Realität. Wenn das Regime von ausländischen Verschwörungen spricht, antworten die Menschen mit Parolen gegen die eigene Führung. Der Protest hat längst eine politische Dimension erreicht, die nicht mehr einzufangen ist.

Für Israel ist diese Entwicklung von existenzieller Bedeutung. Ein Iran im inneren Zerfall ist gefährlich, aber ein Iran, der unter Druck nach außen schlägt, ist es ebenso. Dass die Vereinigten Staaten nun glaubhaft militärische Optionen vorbereiten, wird in Jerusalem als notwendige Abschreckung gesehen. Nicht als Mittel zur Eskalation, sondern als Grenze, die nicht weiter verschoben werden darf.

Die kommenden Tage entscheiden darüber, ob das Regime die Kontrolle endgültig verliert oder ob es ihm gelingt, sich mit Gewalt noch einmal an die Macht zu klammern. Klar ist schon jetzt: Der Iran ist nicht mehr derselbe wie vor wenigen Wochen. Und die Welt blickt nicht mehr weg.

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