(zum Beitragsbild oben: Der Litani-Fluss. Eternalsleeper at en.wikipedia, Public domain, via Wikimedia Commons)
Erinnerst du dich an die Bedingungen des Waffenstillstands mit der Hamas? Und an die Bedingungen des Waffenstillstands mit der Hizbollah?
In beiden Abkommen ist vermerkt, dass sich die jeweilige Terrororganisation entwaffnen und sich die Hizbollah zusätzlich hinter den Litani-Fluss zurückziehen muss.
Was ist bisher davon umgesetzt worden?
Die Antwort ist einfach: Nichts.
Die Hamas ist im Gazastreifen nach wie vor die regierende „Macht“, von Entwaffnung keine Spur. Dass Israels Süden trotzdem bisher in Ruhe leben kann, ist der israelischen Armee geschuldet, die jeden Versuch eines Aufmuckens im Keim erstickt. Kürzlich wurde außerdem ein weiterer Kopf hinter den Massakern des 7. Oktober 2023 gezielt eliminiert – eine Taktik, die der Mossad bereits bei anderen gesuchten Terroristen angewandt hatte.
Im Norden Israels ist die Lage ganz anders. Nicht nur hat sich die Hizbollah weder entwaffnet noch hinter die vereinbarte Linie zurückgezogen, sondern sie beschießt täglich mehrmals die Ortschaften nahe der Grenze. Neuerdings kommen dort auch explosive Drohnen zum Einsatz, die leider nicht immer von der israelischen Abwehr identifiziert werden können und dann Schaden anrichten und Menschen töten. Heute nahm der Raketen- und Drohnenbeschuss wieder an Intensität zu; die Raketen flogen bis nach Nahariya. Seit dem 8. Oktober 2023 leiden die Bewohner des Nordens unter den täglichen Angriffen der Hizbollah, und „Leben“ kann man den Alltag dort schon lange nicht mehr nennen.
Trotzdem finden gerade weiterhin Gespräche zwischen Israel und der libanesischen Regierung statt. Doch wenn ebendiese libanesische Regierung gegenüber der Hizbollah nicht durchgreift, wird das nix, leider.
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