Schuldig: 2/3 der Patienten sind nicht geimpft

* von Albrecht Künstle am 03.12.2021

– Die meisten Intensivpatienten haben Migrationsherkunft
– Wie lange noch auf den neuen Impfstoff warten müssen?

Der von Medien geschürte Hass auf Ungeimpfte trägt Früchte in der Bevölkerung. Der Schuldige ist ausgemacht, die Mehrheit der Befragten wäre bereit, der Politik zu folgen und ist für Zwangsimpfungen. Obwohl das Infektionsgeschehen nachweislich durch Geimpfte bestimmt wird. Der Freiburger Virologe Hajo Grundmann räumt in seinem Interview in der Badische Zeitung mit dem Titel „Ein vorläufiger Höhepunkt“ ein, „In diesem Jahr aber hat die Impfung für enorme Erleichterung gesorgt“. Dieses habe zur vierten Welle geführt, „die ein Abbild des Kontaktverhaltens der Bevölkerung“ sei. Ich füge hinzu, überwiegend des Kontaktverhaltens der Geimpften!

Aber: „Für die Belegung der Intensivbetten sind die Ungeimpften verantwortlich“ wird behauptet. Man hat diese aber im Freizeitverhalten und bei der Arbeit mehr reglementiert als diejenigen, die bereits „einen Stich“ haben. 2G bundesweit bedeutet ein grundsätzliches Gruppenverbot. Auch die Testpflicht nur für die Einen war lange vorgeschrieben. War und ist eine solche unterschiedliche Gruppenbehandlung rechtmäßig?

Artikel 3 des Grundgesetzes garantiert die Gleichheit vor dem Gesetz und verbietet Diskriminierung und Bevorzugung aufgrund bestimmter Eigenschaften. Damit handelt es sich um ein Gleichheitsrecht. Das gebietet, wer coronafrei getestet ist und damit keine Gefahr für andere ist, müsste eigentlich das gleiche Zugangsrecht zu allem haben. „Lass mich in Ruhe mit Deinem Grundgesetz“, wird einem sogar von „Demokraten“ jeder Couleur entgegengehalten. Maßgebend seien alleine die Intensivstationen und da lägen die Ungeimpften.

Zutreffend war, dass in Einzelfällen 90 Prozent der Intensivpatienten ungeimpft waren, inzwischen sind es immer noch zwei Drittel. Aber bald wird die Mehrheit der Betten durch Geimpfte belegt sein. Doch wer sind die Bettlägerigen auf den Intensivstationen? Weil denen nichts passiert, die gegen die Ungeimpften hetzen – bisher jedenfalls hat man noch von keiner Anzeige wegen Volksverhetzung gehört – traut man sich nun, das offene Geheimnis zu verbreiten. Wenn man die Gruppe der Ungeimpften ungestraft für die Überlastung der Krankenhausbetten verantwortlich machen darf, dann muss man das wohl auch mit einer anderen Bevölkerungsgruppe tun dürfen. Deshalb spreche ich es hier aus:

Wir haben einen Bettenansturm seitens derer mit Migrationsherkunft. Weit über die Hälfte der Betten sind von diesen belegt, obwohl sie einen Bevölkerungsanteil von „nur“ 26 Prozent haben. Sie belasten unser Gesundheitswesen mehr als doppelt so stark! Ahmad Mansour (siehe Link vom 12.10.2021) spricht von 90 Prozent mit Migrationsherkunft, unter Berufung auch auf Prof. Dr. Wieler. Wer’s nicht glaubt, vergewissere sich selbst mit Treffern dieses Suchlinks. Auszüge:

28.11.20 Spitalsarzt: 60 Prozent der Intensivpatienten haben… | DiePresse.com

04.03.21 Intensivstationen: Warum Corona Minderheiten härter trifft – ZDFheute

10.03.21 Deutsche Welle: Corona: Der soziale Status zählt neben der Herkunft – BAGIV

14.04.21 Köln: 2 von 3 Covid-Patienten haben Migrationshintergrund – FOCUS Online

28.04.21 Menschen mit Migrationshintergrund Treiber der Pandemie? (faz.net)

05.05.21 Dritte Welle: Besonders viele Migranten auf Intensivstationen? | BR24

14.09.21 Corona und Nationalität: Erstmals liegen genauere Zahlen vor (nzz.ch)

12.10.21 Viertelnach8: Migrationshintergrund darf kein Tabu sein (Ahmad Mansour)

29.10.21 Region Stuttgart: Hoher Migrantenanteil bei Corona-Patienten

Aber es wären nicht die Öffentlich-Rechtlichen, würden sie das nicht bestreiten und das Problem alleine auf die (un)sozialen „Umstände“ schieben. (13.11.21) Covid und Migrationshintergrund: “Soziale Lage entscheidend” – ZDFheute. Als die dritte Coronawelle hinter uns lag, machten viele mit Migrationsherkunft Heimaturlaub. Und Großhochzeiten, Familien- und Wiedersehensfeiern wurden hier wie dort nachgeholt, was das Zeug hielt. Ohne solche Ausschweifungen wären die Intensivbetten um die Hälfte entlastet.

Statt über Triage zu sinnieren, könnte man die Aufnahme der Patienten so reglementieren: Z.B. werden zahlenmäßig nicht mehr Patienten mit Migrationsherkunft aufgenommen, als sie dem Bevölkerungsanteil im Land entsprechen, also 26 Prozent. Dann braucht es auch keine Verlegungen von Patienten in andere Länder. Wer mich jetzt anzeigen will, dem halte ich auch vor Gericht die Hetzkampagne gegen die noch Ungeimpften entgegen, die keinem Staatsanwalt aufstoßen. Unsere Staatsmedien überbieten sich gegenseitig in der Diskriminierung von Millionen Einheimischen. Es reicht langsam.

Ein Silberstreif am Horizont: Skeptiker der genbasierten mRNA Impfstoffe, landläufig als Impfverweigerer beschimpft, hoffen auf die baldige Zulassung von Coronamitteln, wie z.B. einem coronatauglichen Medikament mit dem Potenzial, Leben zu retten. Auch andere Impfstoffe befinden sich in der Zulassungsphase, die ähnlich wie Grippeimpfungen konzipiert sind und eine andere Wirkungsweise haben als die derzeit verspritzten, nur notzugelassenen Stoffe. Und wenn sich abzeichnet, dass sich auch mit diesen Vaccinen gute Geschäfte machen lassen, wird das auch bald klappen.

 

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Wer steckte die letzten 406 200 mit Corona an?

* von Albrecht Künstle am 01.12.2021

– Vor einer Woche wurden die Ungeimpften mit 2G weggesperrt
– Warum immer mehr „PCR-Positive“, aber kaum Erkrankungen?
– Aber jetzt mehr Todesfälle, sowohl vor als auch der Spritze

Landauf, landab wurden die „Impfverweigerer“ für die rasant steigenden Coronazahlen verantwortlich gemacht. Allen voran von den Medien, von wem auch sonst. Der Staatsfunk und die Hofberichterstatter der Zeitungen übten sich in „Stürmer“-Manier im Ausmachen des Sündenbocks. Und die Politik folgte deren Stimmungsmache und Forderung, rigoros durchzugreifen nach dem Motto, „Euer Wunsch sei uns Befehl“. Und so geschah es.

Seit Mittwoch 24. November gilt fast überall nur noch 2G. 13 Mio. noch Ungeimpfte müssen seither draußen bzw. daheim bleiben. Selbst wenn sie sich wöchentlich testen ließen wie ich und nicht als tickende Coronabomben rumliefen. Die Geimpften durften und dürfen weitermachen wie bisher, meist ohne Teste das Leben genießen und andere anstecken – Ungeimpfte und Geimpfte gleichermaßen. Es ist leicht zu errechnen, dass 80 Prozent geimpfte Erwachsene wahrscheinlich viermal so viele andere anstecken, als die noch 20 Prozent Ungeimpften. Deshalb war für jeden klar, dessen Birne noch nicht vom Virus befallen ist, dass die Coronazahlen ungehindert weiterwachsen, auch wenn man Millionen Menschen wegsperrt. So geschah es auch:

Seit dem Lockdown für Ungeimpfte vor einer Woche wurden 406 204 „positiv“ auf Corona getestet (5 903 999 – 5 573 756 lt. RKI). Vom letzten Mittwoch aus sieben Tage rückblickend waren es „nur“ 378 435 Fälle. Entgegen der Meldungen von diesem Mittwoch sank die Inzidenz nicht. Sie beträgt eigentlich aktuell 486, denn 406 204 die letzten sieben Tage bezogen auf die Bevölkerung und umgerechnet auf 100 000, ergibt keine 442,9 wie diesen Mittwoch von den Medien irreführend verbreitet. Von diesen sollte man erwarten, dass sie nicht einfach alles vom RKI ungeprüft weitergeben.

Wer ist nun daran schuld, dass die Inzidenz nicht endlich sank? Es ist die negative Folge davon, dass der Fokus ausschließlich auf die kleinere Gruppe „Impfverweigerer“ gerichtet war. Überwiegend wurden wie zuvor Geimpfte angesteckt. Erstens, weil diese mehr sind, zweitens weil ihnen eingetrichtert wurde, sie seien mit der Impfung aus dem Schneider und könnten tun und lassen was sie wollen. Und die „Guten“ der Republik kosten ihren Triumpf aus, zumindest bisher. Zwar werden die meisten PCR-Positiven von Geimpften angesteckt. Aber: weniger Geimpfte landen im Krankenhaus als Ungeimpfte. Zwei Drittel der Patienten seien noch nicht geimpft, obwohl sie nur ein Fünftel der Bevölkerung stellen. Die Impfungen wirken also doch – manchmal aber „zu gut“, wie Statistik der Übersterblichkeit zeigt:

Seit die „vollständig Geimpften“ mit der dritten Injektion noch vollständiger gespritzt werden, steigen seit 16 Wochen unerklärliche Todesfälle. Am vorletzten Wochenende fanden sich in meiner Zeitung eine ganze Seite Todesanzeigen alle zwischen 60 und 70 Jahre. Auch welche in meinem Umfeld, aber man traut sich nicht zu fragen, ob die geimpften Verstorbenen an einer Thrombose, Infarkt, Herzversagen oder was auch immer erlagen. Auch in den Todesanzeigen klingt nichts an. Aber unerwartet Verstorbene können nichts verfügen. Und die Hinterbliebenen schämen sich vielleicht, einen Verdacht zu äußern. Aber nun von der Kaffeesatz-Leserei zur Auswertung von Fakten bzw. Zahlen.

Entgegen den PCR-Test-Positiven stiegen die Erkrankungen kaum! Die Erkrankungszahlen der 4. Welle liegen laut RKI mit jetzt kalendertäglich 15 000 Fällen nur wenig über denen der 2. und 3. Welle mit rund 14 000 Erkrankten. Nur die Montagszahlen sind Ausreißer, weil an diesen Tagen die Schlafmützigkeit an Wochenenden nachgeholt wird. Aber wie ist zu erklären, dass sich die PCR-Test-Positiven verdreifacht haben, die Erkrankten aber nahezu konstant blieben? Auch die Belegung der Intensivbetten liegt unter jener der letzten Wellen. Warum also die unerklärlich hohen PCR-Test-positiv-Zahlen?

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DAK: Das Corona-Virus verliert an Schrecken

* von Albrecht Künstle am 16.11.2021

– Forsa: 20 Prozent haben Angst, 2020 waren es noch 37
– Bundespräsident und künftige „Ampel“ drehen durch

“Das-Coronavirus-verliert-deutlich-an-Schrecken”, zitiert das VersicherungsJournal eine aktuelle Umfrage der DAK. „Trotz vierter Welle und Rekordwerten bei den Corona-Fallzahlen geht die Angst, sich mit Sars-Cov-2 zu infizieren, bei den Bürgern zurück. 2020 hatten noch 37 Prozent der Deutschen Angst vor einer Corona-Erkrankung – aktuell sind es nur noch 20 Prozent. Damit halbiert sich der Wert fast im Vergleich zum Vorjahr“, fand Forsa heraus.

Bei mir ist es umgekehrt, ich bekomme es jetzt mit der Angst zu tun, weil die Coronamacher der Medien und in der Politik anscheinend auch nach einem Jahr absolut nichts dazugelernt haben. Allein der Umstand, dass wir jetzt trotz über 80 Prozent „verimpften“ Erwachsenen doppelt so viele PCR-Test-Positive haben als letztes Jahr, als es noch keinen Impfstoff gab, müsste eigentlich zu denken geben. Trotzdem sehen diese Herrschaften und ihre Dämlichen Kollegen das Heil in der dritten Impfung – und dem Wegsperren der Ungeimpften. GG+ wird jetzt proklamiert, die U (Ungeimpften) „müssen draußen bleiben“ wie Hunde. Obwohl viele U’s wegen ihrer vielen Tests (ich wöchentlich) sauberer sind, als diejenigen, die einen Stich haben und sich in Sicherheit glauben.

Wir sind schlimmer dran als vor einem Jahr“, sagt Christian Drosten in der aktuellen Folge des NDR Info Podcast Coronavirus-Update. Die Delta-Variante habe die Karten neu gemischt. Denn mit ihr werden Geimpfte schnell wieder zu Überträgern. “Geimpfte bewegen sich ja schon sehr frei in der Gesellschaft“, erläutert der Leiter des Instituts für Virologie an der Charité Berlin die Ausgangslage der aktuell problematischen Situation. Selbst würden Geimpfte zwar oftmals allenfalls nur leichte Symptome bekommen, doch “das Virus kommt so zu den Ungeimpften und die fallen auf als schwere Fälle“.

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Wie Eroberungen neuerdings ablaufen

  • von Albrecht Künstle

– Es ist keine Revolution und kein Krieg mehr nötig
– Berlin ist die Generalprobe – Migrationsstrategie

Das „Volk“ in Berlin stimmte just am Tag der Bundestagswahl für die Enteignungen von Wohnungen. Zu den Berichten am Tag danach gehörten auch Interviews mit Berlinern (?), die aber gar nicht wie jene Berliner aussahen, die ich vor 50 Jahren sah, als ich öfter in Berlin zu Schulungen war. Die interviewten „Berliner“ waren noch dunkler als das gleichnamige Gebäck, und die Sprache der Nichtfarbigen hatte einen unverkennbar ausländischen Akzent. Nur eine Interviewte war eine typische Berliner Schnauze. Und bis auf diese begrüßten alle das Abstimmungsergebnis, Wohnungen zu enteignen. Mit anderen Worten, okkupieren, widerrechtlich aneignen. Einer sprach es deutlich aus, „wenn die Wohnungen der Stadt gehören, gehören sie uns.“ Dass die Senatswahl und das Volksbegehren chaotisch bis betrügerisch waren, soll an dieser Stelle nicht vertieft werden.

Um sich in früheren Zeiten fremden Besitz anzueignen, bedurfte es einer Revolution oder eines Krieges. Wie also ist es heute möglich, ohne Rabatz oder Krieg, ohne einen einzigen Schuss abzugeben, dasselbe zu erreichen? Und nicht wie im Krieg erst einmal wegen des militärischen Widerstandes vielleicht zerstören zu müssen, was man sich einverleiben will, sondern davon geradezu jungfräulich Besitz ergreifen zu können. Wie das alles in Kriegen versucht wurde, ist hinlänglich bekannt.

Eine erfolgreiche Revolution gebietet, sich zuerst auf die Hauptstadt zu konzentrieren. Dort galt es, folgende Machtzentren zu besetzen: Den Rundfunk und die Zeitungen, dann die Regierung und das Parlament auszuschalten und die Verkehrsknotenpunkte zu kontrollieren, insbesondere die Bahnhöfe. Heute heißt die Strategie, nicht unbedingt selbst in die Funkhäuser vorzudringen, was bereits gelungen ist, wenn man sich die Öffentlich-Rechtlichen anschaut. Die Köpfe, das Denken der einheimischen Medienmacher zu erobern, ist noch wichtiger. Auch das ist ihnen gelungen, die Nachrichten und Kommentare zeigen das deutlich.

Als nächstes erfolgt der Marsch in die Parlamente und durch die Institutionen. Der Anteil der Migrationshintergründler/innen stieg bei der letzten Wahl zum Senat, bei der Linken ist er schon höher als deren Einwohneranteil – „hoch die Internationale“ – bei der SPD stieg er um sieben Prozentpunkte. Und in den Öffentlichen Dienst sollen 35 Prozent von ihnen gehievt werden. Also auch in den Lehrkörper der Schulen, die Kaderschmieden der neuen Avantgarde. Diese bestimmen maßgeblich das Denken und Handeln der Zukunft bis hin zu den Wahlen. Und sie ändern das Wahlrecht mit der Folge, dass immer mehr Migranten Macht in die Hände gelegt bekommen. Aber wie wurde es möglich, dass einstige Fremde darüber entscheiden können, dass deutsche Gesellschaften ihren Besitz abgeben müssen?

Das geschieht konkret, indem die „Weltoffenheit“ einer Hauptstadt kommunal durchexerziert wird. Aktuell am Fall des angespannten Wohnungsnotstandes. Dieser fiel nicht vom Himmel. Zwar zieht eine Hauptstadt nicht nur Parlamentarier mit ihrem Hofstaat an, sondern auch viele andere Gruppen von begrenztem Nutzen. Aber selbst Nichtsnutze brauchen ein Dach über dem Kopf. Wie kommt man also an viele billige Wohnungen ran? Die trojanischen Pferde im Senat ebneten den Weg.

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Sie wissen nicht mehr, was sie tun – sollen

* von Albrecht Künstle am 09.11.2021

– Einheimische ließen sich impfen auf Teufel komm raus
– Trotz Impfquote von 80 Prozent keine Herdenimmunität
– Statistiken des RKI sind nicht mehr vertrauenswürdig

Ich wollte nichts mehr zu Corona schreiben. Aber weil ich die Zahlen des RKI täglich in Excel übertrage, fallen mir immer wieder nachträgliche Änderungen auf, die Monate zurückliegen. Jetzt werden neue „Rekordzahlen“ an positiven PCR-Tests gemeldet. Das kann doch nicht sein, dachte ich, weil das täglich aktualisierte farbige Balkendiagramm der RKI-Daten optisch aktuell die gleiche Höhe abbildet wie schon bei der zweiten „Welle“. Doch weit gefehlt, wer die Balken rechts unten anklickt sieht 15 630 Fälle bzw. einen Höchststand am 17.12.2020. Die gleiche Balkenhöhe sieht man jetzt aber für rund 10 000 Fälle mehr. Wer mit Excel arbeitet, weiß, dass Zahlen aus einer Tabelle automatisch und genau in ein verknüpftes Balkendiagramm eingepflegt werden. Warum nicht beim RKI? Man könnte meinen, dieses Institut sei in Berlin angesiedelt, wo nichts mehr funktioniert. Und siehe da, das RKI sitzt tatsächlich in Berlin – was aber nichts entschuldigt.

Impfen, impfen, impfen hieß die Parole zu Beginn des Jahres. Bei 70 Prozent werde eine Herdenimmunität erreicht, erzählte uns die Noch-Kanzlerin. Das beherzigten die Leute auch, zumindest die Einheimischen (Migrationshintergründler/innen wollen ihrer „Mutti“ nicht so richtig folgen). Ich kenne nur eine Handvoll Einheimische, die keinen Stich haben. 80 Prozent der Erwachsenen sind doppelt geimpft, einige Millionen sogar dreifach. Und trotzdem steigt die Zahl der PCR-Test-Positiven.

Taugen die Impfstoffe nichts? Ich denke doch, denn die Todesfälle gingen nach der ersten Impfoffensive im Januar zurück. Nach fast zwei Jahren Corona sind noch keine 100 000 Corona-Tote registriert, wovon nur etwa die Hälfte tatsächlich an diesem Virus verstorben sind. Gottseidank nur ein Prozent der Infizierten und 0,06 Prozent der Bevölkerung. Bei anderen dagegen wirken die Impfungen noch effektiver, wobei meines Wissens nur an einer Impffolge verstorben registriert wird, wenn das in den ersten drei Wochen geschieht. Aber diese haben nichts mit dem neuen Anstieg der Positivzahlen zu tun, weil diese gar nicht mehr getestet werden (können).

Ist es die Narrenfreiheit der Geimpften oder die „Tyrannei der Ungeimpften“ (Montgomery), die den rasanten Anstieg der Coronazahlen zu verantworten haben? Dazu eine einfache Rechnung, seit es die Spatzen von den Dächern pfeifen, dass auch die 80 Prozent erwachsenen Geimpften potenzielle Virenträger sind. Bei diesen ist die Wahrscheinlichkeit 4:1, dass sie es sind, die Coronaviren nicht nur mitschleppen, sondern auch an die Mitmenschen übertragen. Selbst wenn man davon ausginge, dass Geimpfte nicht nur weniger an Coronafolgen leiden, sondern auch nur zur Hälfte Virenschleudern sind, wäre das Verhältnis immer noch 2:1. Das bedeutet, gemäß der Wahrscheinlichkeit sind quantitativ nicht die Ungeimpften die Hauptgefährder, sondern eher die Geimpften. Aber ihnen wird zugutegehalten, sie seien „sauber“ und über alle anderen Mitmenschen erhaben.

Die „Corona-Explosion“ dürfte dem Umstand geschuldet sein, dass viele geimpfte Virenträger andere angesteckt haben, weil es kaum Empfehlungen gab, auf Andere Rücksicht zu nehmen. Sie dürfen in Discos, Kulturveranstaltungen, Stadien usw. gehen und tauschen nicht nur Nettigkeiten aus. Die Maske darf in Baden-Württemberg in Clubs und Diskotheken auf der Tanzfläche sogar in der Warnstufe abgenommen werden (siehe hier). Und jetzt treten wieder andere Erkrankungen auf, Erkältungen, Grippe, Fieber, Atembeschwerden, Magen-Darm-Infektionen u.a. Und dann wird sicherheitshalber auf Corona getestet und viele „Blindgänger“ ausgegraben, die unter uns tickten. Aber seien wir froh, dass kaum jemand ernsthaft an Corona erkrankt und dies in wenigen Tagen wegsteckt.

„Die Inzidenzen sind dort hoch, wo die Impfquote niedrig ist“, verkündete das Fernsehen am 8. November. Sind die Nachrichtenmacher und jene Weisheiten Abspulende noch in der Lage, in Zusammenhängen zu denken? Diese sind: In Ländern mit höheren Impfquoten wird weniger getestet, weil die herrschende Politik einfach unterstellt, die Geimpften seien clean. In Regionen mit niedrigerer Impfquote müssen Leute die noch keinen Stich haben, aber am normalen Leben teilnehmen wollen, Teste vorlegen, was logischerweise mehr Treffer ergibt. Theoretisch gelten aktuell 310 100, also 0,37 Prozent der Bevölkerung, als Coronakranke, auch wenn sie keine Symptome haben.

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