Kommentar zum Bundesligaspiel Schalke 04 gegen TSG Hoffenheim am 07.03.2020

* von Roland M. Horn

das Gute (mich für mich) zuerst: Mein Ergebnis-Tipp hat gestimmt. Freuen kann ich mich darüber allerdings nicht.

Das Gute zum Spiel: Die erste Halbzeit fand ich ganz ordentlich und ansehnlich. Das Schlechte: Die zweite Halbzeit hatte größtenteils etwas von Leistungsverweigerung. Ich meine: Wie kann es sein, dass, wenn man eh schon weiß, dass man verdammt anfällig für Standards ist, zwei Minuten (!) nach dem Einfangen eines Gegentores nach Freistoß (das glücklicherweise nicht gegeben wurde und eigentlich als Warnsschuss hätte angesehen werden müssen!) bei einem gegnerischen Eckstoß kollektiv in Tiefschlaf verfällt und Beamtenmikado spielt? Gibt es ein Krankheitsbild wie “Standard-Phobie”, bei der die Angst die Spieler lähmt? Eine andere Erklärung habe ich jedenfalls nicht!

Das zweite große Problem in der zweiten Halbzeit war m. E., dass ich absolut keinen Willen erkennen konnte, das Spiel doch noch zu gewinnen. Keine Leidenschaft. Kein Feuer. Kein Biss. Kein Anrennen. Manchmal hatte ich sogar den Eindruck, wir spielen zu Hause gegen Hoffenheim auf Halten des Remis! Die Pfiffe des Publikums nach dem Spiel waren absolut berechtigt, da der Eindruck der guten Ansätze in der 1. Halbzeit durch durch Verhalten in der 2. vollkommen zunichte gemacht wurde! Jetzt zum Schluss noch eine gute Nachricht. Wir haben wieder einen Punkt mehr. Jetzt 37. Noch drei Spiele von der Sorte von heute mit dem Ergebnis je eines Unentschiedens sollten uns ohne Weiteres gelingen, so dass wir auch theoretisch mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun bekommen werden. Wenn das der Plan für den Rest der Saison ist, dann hat er sehr gute Chancen, aufzugehen….

Wenn ich mir in die Pressekonferenz nach dem Spiel die pampig hingerotzten Antworten von Trainer David Wagner, der sich ständig auf der Floskel “unsere derzeitige Situation” (damit meint er die vielen Verletzten) ausruht, anhöre, kommt in mir sogar der Verdacht auf, dass der Trainer diese Un-Spielweise nicht nur unterstützt, sondern sogar als Taktik ausgegeben hat…

1. FC Kaiserslautern bald wieder in der Champions League? Der Betze bebt!

*von Roland M. Horn

Der Fußball-Traditionverein 1. FC Kaiserslautern steht möglicherweise kurz vor dem sukzessiven  Aufstieg in die Fußballbundesliga und über sie vor dem Einzug in die Champions League. Wie Ruhr 24 am 08.10.2019 auf der Basis von Informationen der BILD-Zeitung berichtet, ist ein Mann beim FCK als künftiger Sportdirektor oder gar Geschäftsführer Sport im Gespräch, der – insbesondere in den vergangenen drei Jahren – eine ruhmreiche Vergangenheit hinter sich hat.

Tatsächlich scheint ein neuer Stern über dem Betzenberg aufzugehen, der den FCK zweifelsohne zu neuer Blüte führen wird. Der Mann, der bei diesem krisengeschüttelten Club vermutlich bald das Ruder herumreißen wird, ist einer, der bei einem der beliebtesten Fußballvereine, der Welt, nämlich niemand anderem als meinem FC Schalke 04, als Assistent des aufgrund seiner epochalen Transferpolitik allseits beliebten Christian Heidel die Geschicke von Schalke 04 lenken durfte: Es handelt sich um niemand anderen als den legendären Axel Schuster, der in unnachahmlicher Weise unter Einsatz seiner Stimme Pressekonferenz für Pressekonferenz über den Zustand der verletzten Spieler informieren durfte. Ob er allerdings während seiner Tätigkeit auf Schalke sonst noch irgend etwas anderes gemacht hat, ist dem Verfasser dieses Artikels nicht bekannt…

Wahrheit tut weh: Wer Afrika helfen will, muss aufhören überall Rassismus zu wittern

* von am 12.08.2019

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Es war ein einzelner Satz, der die rund um die Uhr lauernden Wachposten alarmierte. Ausgesprochen hatte ihn gedankenlos einer, der bisher als Erfolgsunternehmer und Leitfigur eines der beliebtesten Traditionsvereine des deutschen Fußballs eher von Wohlwollen begleitet war. Einer von hier, einer von uns, einer mit geradem Rücken. So kennen Millionen Schalker Fans ihren Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies, der sich in der Nordkurve mit einem Becher Bier in der Hand genauso wohl fühlt wie im VIP-Raum bei Lachs und Kaviar. Seit fast zwei Jahrzehnten bestimmt der 63-Jährige maßgeblich die Geschicke des Revierclubs der Kumpel und Malocher. Bekannt ist Tönnies aber auch, weil er ein europaweit erfolgreiches Familienunternehmen mit Milliardenumsätzen und über 16.000 Mitarbeitern führt. In dieser Funktion war er am 1. August beim „Tag des Handwerks“ in Paderborn aufgetreten, einer Großveranstaltung mit mehr als 1.500 geladenen Gästen. Dort fiel der verhängnisvolle Satz, den sich die meisten von uns verkniffen hätten, wissend, dass sich eine ganze Industrie darauf stürzen wird, die so gar nichts mit ehrlichem Handwerk zu tun hat, dafür aber umso mehr mit unproduktiver Nabelschau und moralischer Selbstbefriedigung. „Dann würden Afrikaner aufhören Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren“, formulierte Tönnies reichlich flapsig, um zu begründen, warum es sinnvoller sei, Kraftwerke in Afrika zu bauen als über eine deutsche CO2-Steuer zu diskutieren. Der Vorschlag ist vernünftig: Nichts könnte dem afrikanischen Kontinent mehr helfen als Investitionen in die Infrastruktur. Und nichts ist so wirkungslos für das Weltklima wie eine zusätzliche Steuer in Deutschland.

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Quo vadis, Schalke?

Ein Kommentar zur derzeitigen Situation meines Lieblingsklubs

Nach der Vizemeisterschaft in der letzten Saison steckt Schalke nun tief im Abstiegskampf, und einige Fans haben immer noch nicht verstanden, dass diese Vizemeisterschaft ein großes Unglück für diesen Verein war. Abgesehen von Bayern München spielten alle Vereine in der Liga schlecht,  und Schalke hatte das Glück, durch unattraktivem Mauerfußball oft mit einem glücklichen Tor vorne Punkte sammelten und am Ende vor der Konkurrenz standen. Weiterlesen

Herzlich willkommen auf dem Weblog von Roland M. Horn!

Hallo Leute,

wie Ihr an dem Titel dieses Blogs unschwer erkennen könnt, bin ich Fan der Serie “Alles was zählt”, in der Richard Steinkamp immer sagt: “Der Papa macht das schon!” Natürlich werdet Ihr mich jetzt fragen: “Warum guckt sich ein 56-Jahre alter Sack so was an? Nun, ich bin schon Serienfan seit die Partnerserie von AWZ, “Gute Zeiten – Schlechte Zeiten”, auf Sendung ging. – Und das ist schon eine ganze Weile her.

In dieser Zeit hatte meine Angstneurose gerade begonnen, die mich seit 1992 verfolgt. Mittlerweile wurde bei mir auch ADHS diagnostiziert, was erklären könnte, warum diese Angstneurose so hartnäckig und langwierig ist. Weiterlesen