Update: Vorläufiges Endergebnis und BSW-Ankündigung zu möglicher Enthaltung!

Update: Vorläufiges Endergebnis und BSW-Ankündigung zu möglicher Enthaltung!

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) will sich bei einem möglichen dritten Wahlgang zur Wahl des Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt enthalten.

+++ Update v. 07.09.2026 – 09:30 Uhr +++

BSW kündigt Enthaltung bei möglichem dritten Wahlgang an

Magdeburg – Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) will sich bei einem möglichen dritten Wahlgang zur Wahl des Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt enthalten. Das kündigte BSW-Spitzenkandidat Thomas Schulze am Montag im Deutschlandfunk an. Eine Beteiligung an einer von ihm so bezeichneten „Brandmauer-Koalition“ schloss Schulze aus.

Die Entscheidung könnte Auswirkungen auf die Wahl des künftigen Regierungschefs haben. In den ersten beiden Wahlgängen benötigt ein Kandidat die Mehrheit aller Mitglieder des Landtags. Kommt diese nicht zustande und wird die Wahlperiode nicht vorzeitig beendet, genügt in einem weiteren Wahlgang die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Eine Enthaltung der fünf BSW-Abgeordneten könnte daher die Chancen von AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund erhöhen. Ob Siegmund überhaupt kandidiert und welche Gegenkandidaten antreten, ist allerdings noch offen.

Im neu gewählten Landtag zeichnet sich eine Pattsituation ab. Die AfD verfügt nach dem vorläufigen Wahlergebnis über 39 der insgesamt 83 Mandate. CDU, SPD, Grüne und Linke, die eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließen, kommen zusammen ebenfalls auf 39 Sitze. Das BSW stellt die verbleibenden fünf Abgeordneten und könnte damit bei der Regierungsbildung eine Schlüsselrolle übernehmen.

Schulze erklärte, zunächst müsse abgewartet werden, ob sich Siegmund tatsächlich zur Wahl stellen werde. Er erwarte von der AfD als stärkster Kraft, dass sie auf die übrigen Parteien zugehe und Gespräche führe.

Zugleich bekräftigte der BSW-Politiker den Vorschlag seiner Partei, einen überparteilichen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten zu nominieren. Das BSW wolle „zeitnah“ eine geeignete Persönlichkeit aus Sachsen-Anhalt benennen. Um wen es sich handeln könnte, sagte Schulze nicht.

Die AfD hatte die Landtagswahl mit 43,8 Prozent deutlich gewonnen, die absolute Mehrheit jedoch verfehlt. Wegen der bisherigen Absagen der übrigen Parteien an eine Koalition mit der AfD ist die Bildung einer mehrheitsfähigen Regierung weiter unklar.

+++ Update v. 07.09.2026 – 09:00 Uhr +++

Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt laut erster Prognose klar gewonnen. Sie erreicht 43,8 Prozent, die CDU stürzt auf 17,2 Prozent ab. BSW hat es mit 5,3 Prozent knapp geschafft.

AfD sieht nach Wahlsieg „klaren Regierungsauftrag“ – Mehrheitssuche schwierig

Magdeburg – Nach dem deutlichen Sieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat Spitzenkandidat Ulrich Siegmund einen Regierungsanspruch erhoben. Seine Partei habe ein „fulminantes und historisches Wahlergebnis“ erzielt, sagte Siegmund am Montag MDR SACHSEN-ANHALT. Das Votum sei ein großer Vertrauensvorschuss der Wählerinnen und Wähler, für den er dankbar und stolz sei.

Nach dem vorläufigen Endergebnis erreichte die AfD 43,8 Prozent der Stimmen und wurde mit großem Abstand stärkste Kraft. Gegenüber der Landtagswahl 2021, bei der sie auf 20,8 Prozent gekommen war, konnte sie ihren Stimmenanteil mehr als verdoppeln. Die bislang regierende CDU stürzte von 37,1 auf 17,2 Prozent ab. Dahinter folgen SPD mit 9,3 Prozent, Grüne mit 8,9 Prozent und Linke mit 8,6 Prozent. Das BSW zog mit 5,3 Prozent erstmals in den Landtag ein, während die FDP mit 2,6 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte.

Im neuen, 83 Sitze umfassenden Landtag stellt die AfD 39 Abgeordnete. Für die absolute Mehrheit wären 42 Mandate erforderlich. Siegmund bezeichnete das Ergebnis dennoch als „klaren Regierungsauftrag“. Seine Partei werde in den kommenden Tagen versuchen, eine Regierungsbildung „irgendwie möglich zu machen“. Voraussetzung sei jedoch, dass die AfD ihren politischen Positionen treu bleibe.

Eine Regierungsbildung dürfte schwierig werden. CDU, SPD und Grüne verfügen zusammen lediglich über 31 Sitze. Die Linke erhält acht, das BSW fünf Mandate. Damit wäre für eine Mehrheit jenseits der AfD zusätzlich die Unterstützung der Linken oder des BSW erforderlich. Zugleich haben andere Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD bislang ausgeschlossen, berichtet die Tagesschau.

Ob es der AfD gelingt, Partner oder einzelne Abgeordnete für eine Zusammenarbeit zu gewinnen, blieb zunächst offen. Das amtliche Endergebnis steht noch aus. Die Daten des vorläufigen Endergebnisses wie folgt:

+++ 23:00 Uhr +++

+++ 22:00 Uhr +++

+++ 21:45 Uhr +++

Laut der letzten Hochrechnung liegt das BSW nun wieder über fünf Prozent.

+++ 19:30 Uhr +++

Laut der zweiten Hochrechnung gewinnt die AfD die Wahl in Sachsen-Anhalt deutlich. Die CDU um Spitzenkandidat Sven Schulze kassiert eine heftige Schlappe. Das BSW muss um den Einzug in den Landtag zittern. Die Partei käme nur mehr auf 4,8 %

+++ 18:30 Uhr +++

Bei der Wahlparty der AfD sprechen Funktionäre und Gäste  bereits von einer „Zeitenwende“. Es werden deutsche Fahnen geschwenkt und die Bundeshymne gesungen. Der Tenor: „Wir haben Geschichte geschrieben. Wir holen uns unsere Fachkräfte wieder zurück, kein Deutscher soll dieses Land je wieder verlassen müssen. Der Osten macht’s wieder in dieser Bundesrepublik!“

+++ 18:15 Uhr +++

Die AfD mit Spitzenkandidat Siegmund hat in Sachsen-Anhalt ihr mit Abstand bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl eingefahren – Parteichefin Weidel sieht einen „klaren Regierungsauftrag“. Die CDU unter Ministerpräsident Schulze erleidet einen Totalabsturz.

+++ 18:o2 Uhr +++

Bevor aus den Daten der sogenannten „Exit-Polls“ die 18-Uhr-Prognose erstellt wird, werden sie gewichtet. Da die Nachwahlbefragung freiwillig ist, können nicht alle Wählerinnen und Wähler nach ihrem Wahlgang erfasst werden, sondern nur diejenigen, die teilnehmen wollen. Die Daten der anderen fehlen und werden mithilfe spezieller Gewichtungsmodelle ergänzt.

+++ 17:30 Uhr +++

Um 18 Uhr schließen die Wahllokale. Dann wird auch die erste Prognose für das Ergebnis erwartet. Es folgen dann laufend weitere Hochrechnungen, auf den jeweils angepassten Stand der Auszählungen.

+++ 17:00 Uhr +++

Zwei Drittel der Wahlberechtigten haben abgestimmt 

Bei der Landtagswahl haben bis zum Nachmittag beinahe zwei Drittel der 1,7 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Um 16.00 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei 65,3 Prozent. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren lag die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt bei 41 Prozent. Briefwähler sind nicht miteingerechnet.

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In Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine Schicksalswahl ab. Die AfD liegt in Umfragen weit vorn und könnte erstmals eine Landesregierung stellen. Wir bringen ab 17 Uhr laufend Updates.



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