TRIGGERWARNUNG: In diesem Beitrag geht es um die Massaker des 7. Oktober 2023. Bitte schütze dich selbst und lies nur weiter, wenn du es aushältst.

Zum dritten Mal jährt sich morgen der Schwarze Shabbat, der 7. Oktober. Der Tag, an dem Tausende bis an die Zähne bewaffnete Terroristen aus Gaza nach Israel eindrangen, gefolgt von Zivilisten in großer Zahl. Sie mordeten, folterten, vergewaltigten und brandschatzten hemmungslos und mit sichtbarer Freude, filmten ihre Taten und luden sie auf den Social-Media-Plattformen hoch – teilweise auf die persönlichen Facebook-Konten der Opfer. 1200 Menschen wurden bestialisch hingemetzelt, ohne Rücksicht auf Alter, Geschlecht, Religion, sexuelle Ausrichtung oder Staatsangehörigkeit.

Außerdem entführten die Terroristen und Zivilisten 251 Menschen nach Gaza, lebende und Tote. Die jüngste Geisel war gerade mal 9 Monate alt, die älteste 85 Jahre. Auch hier gab es keinen Unterschied zwischen alt und jung, Mann und Frau, jüdisch und nicht jüdisch, hetero- und homosexuell, israelisch und ausländisch. Unterschiedslos wurden die Opfer verschleppt.

Ganz Israel, die ganze jüdische Welt, war im Schockzustand.

Umso unverständlicher, dass bereits am 8. Oktober 2023 die ersten „propalästinensischen“ Demonstrationen stattfanden. Dass diese unsägliche Bewegung immer stärker und größer wurde, dass der Antisemitismus und der Judenhass weltweit wie ein Lauffeuer um sich griffen und salonfähig wurden. Die israelischen Opfer wurden zur Nebensache, das Leid in Gaza war wichtiger.

Und heute? Drei Jahre danach ist es keinen Deut besser geworden. Zwar sind nach fast zwei Jahren in Gaza alle Geiseln – teils lebend, teils tot – nach Israel zurückgekehrt, doch jetzt versucht man, den 7. Oktober umzudeuten. In Sydney, Australien, ist eine Demo geplant. Wann? Am 7. Oktober. Das Motto: „Don’t let Israel steal the date“ (Lasst Israel nicht das Datum stehlen). Was für eine Frechheit! Und die New York Times schrieb kürzlich „Israelis still largely view themselves as victims of 7 October“ (Die Israelis sehen sich größtenteils immer noch als Opfer des 7. Oktober). Dieser Satz wurde später aus dem Artikel entfernt.

Seit dem Ende des Feiertags am letzten Samstag ist die Stimmung hier in Israel merklich gedämpft. Ich, wir alle, denken an die Opfer, an die Toten, die Verletzten, die Gefallenen, die Überlebenden, die zurückgekehrten Geiseln und an alle betroffenen Familien. Mögen sie Heilung erfahren!

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Anima Chutzpanit in der Schweiz geboren, machte eine Ausbildung zur Primarschullehrerin, erhielt das Übersetzerdiplom DOZ, trat zum Judentum über, heiratete und machte Aliyah (Einwanderung nach Israel). Sie lebt mit ihrem Ehemann, zwei Kindern und vielen Katzen in Südisrael. Sie betreibt den Blog Kinder, Katzen und Kakteen.

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