Kriegsvorbereitungen in der Arktis

  • von Roland M. Horn

Die Arktis (Orthografische Projektion) mit Landesgrenzen (Heraldry, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons)

Vor einiger Zeit gab ich auf diesem Blog den übersetzten Artikel des christlichen Autors Steven Collins wieder, der die Erfüllung der Prophezeiung aus dem Buch Hesekiel (Kap. 38 und 39) derart sah, dass Russland am “Ende der Zeit” zusammen mit China, dem Iran und anderen Verbündeten über den Nordpol die USA (wo sich nach Collins’ Meinung der größte Teil des verlorenen Stämme Israels befindet) angreifen werde.

In einem eigenen Artikel über den Ukraine-Krieg vor noch nicht allzu langer Zeit, sprach ich die Möglichkeit an, dass diese Prophezeiung möglicherweise noch während des Ukraine-Krieges in Erfüllung gehen könnte. In Hes. 38 heißt es, dass der Angreifer der USA “herumgelenkt” würde, was derart gedeutet werden kann, dass er vorher mit einem Land, das in einer anderen Richtung lag als Norden, Krieg führte.

Und heute lese ich, dass der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg bei einem Besuch der großen Militärübung “Gold Response” im nordnorwegischen städtischen Zentrum der Kommune Målselv in der Provinz Troms og Finnmark Bardufoss sich dahingehend äußerte, dass der Angriffskrieg Russland sich neben vielen anderen Orten auch auf die Arktis auswirken könnte.

Selbst wenn der Ukraine-Krieg morgen zu Ende sein würde, würde dies immer noch Folgen haben, denn man habe gesehen, dass Russland bereit sei, grundlegende Sicherheitsprinzipien anzufechten und dafür militärische Mittel einzusetzen. Aus diese Grund müsse man Verteidigung und Abschreckung grundlegend überdenken.

Stoltenberg, der selbst Norweger ist, machte bei seinem besagten Besuch in Bardufoss auf die strategische Bedeutung der Region rund um den Nordpol für die Sicherheit und auch die Kommunikation zwischen Nordamerika und Nordeuropa aufmerksam, wo man in den vergangenen Jahren eine deutliche Zunahme der russischen Aktivitäten registriert habe. Weiter machte er darauf aufmerksam, dass Russland in der Region viele seiner marinen Waffensysteme teste, die gleichzeitig die Heimat der strategische U-Boot-Flotte des Landes sei. Weiter sehe man zunehmende chinesische Interessen in der Arktis. Stoltenberg:

“Aus all diesen Gründen ist der hohe Norden ein Gebiet von entscheidender Bedeutung für alle Verbündeten”,

sagte Stoltenberg, um zu erklären, dass eine starke und vorhersehbare Nato-Präsenz der beste Weg sei, um Stabilität zu gewährleisten. Ein Sicherheitsvakuum im hohen Norden könne man sich nicht leisten, da ein solches Russlands Ambitionen anheizen könnte. Selbstverständlich solle die Nato-Präsenz keinen Konflikt provozieren, sondern im Gegenteil Konflikte verhindern und Frieden sichern.

Die Arktis als Aktivitätsgebiet für militärische Absichten welcher Art auch immer, wären vor 20 Jahren noch undenkbar gewesen in dieser damals eiskalten und vor Eisbergen strotzenden Arktis.

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