Mehr als nur ein weiterer Terroranschlag

Illustrativ: „Menschenmengen am Versöhnungstag an der westlichen Tempelmauer” (Library of Congress, 1920)

Die Schüsse am Sonntag in Jerusalem haben ein strategisches Ziel: die jüdische Präsenz in der Altstadt zu untergraben. Als solches braucht es eine strategische Reaktion.

Der Terroranschlag vom Sonntag in Jerusalem ist nicht „einfach ein weiterer Terroranschlag“ mit verletzten Zivilisten und trauernden Familien.

Ein Anschlag nahe der Westmauer ist ein strategischer Anschlag, der nicht nur das Leben jüdischer Bürger und Beende gefährdet, sondern die jüdischen Präsenz in der Altstadt.

Jedes Jahr besuchen rund 10 Millionen Juden die heilige Stätte, zu der es über drei Punkte Zugang gibt: die David-Straße (über den Markt), die Hagai-Straße (über das Musrara-Viertel und das Damaskus-Tor) und mit öffentlichen Transportmitteln durch das Dungtor, wo die Schüsse stattfanden.

Ein Terroranschlag nahe der Westmauer hatte die Absicht die jüdische Präsenz in der Altstadt zu untergraben. Daher muss die Reaktion strategisch sein.

Nehmen Sie diese 10 Millionen Menschen aus der Altstadt heraus und Sie werden einen völlig anderen Ort erhalten oder wie Naomi Schemer es ausdrückte, eine Welt ohne Juden ist ohne Leben und Israel ohne Juden ist trostlos. Das ist umso mehr so, wenn es um Jerusalem und seine heiligen Stätten geht.

Nur zwei Wochen vor dem jüdischen Monat Elul, als zehntausende Juden zum Besuch der Westmauer an Rosch Haschanah erwartet wurden, ist dieser Angriff ein Warnsignal.

Wenn in der Vergangenheit ähnliche Anschläge passierten, so wie der Mord an Eliyahu Kay 2021, schaffte Israel es zu verhindern, dass das zu einer Kette an Anschlägen wird.

Aber das reicht nicht aus. Ein strategischer Anschlag, selbst wenn er nur von einem einzelnen Terroristen ausgeführt wurde, erfordert eine strategische Reaktion. Dazu gehört natürlich die anhaltende Hetze bezüglich des Al-Aqsa-Geländes. Es ist durchaus möglich, dass Amir Sidawi, der den Anschlag am Sonntag beging, davon inspiriert war.

Nur 36 Stunden vor den Schüssen pries der Mufti Mohammed Ahmad Hussein die „heiligen Märtyrer“ und Muslime, die die Al-Aqsa „schützen“.

Einen Tag bevor die IDF die Operation Tagesanbruch begann (eine umfangreiche israelische Terrorbekämpfungskampagne gegen den Palästinensischen Islamischen Jihad im Gazastreifen) zeigte ein in den sozialen Medien eingestelltes Video muslimische Kinder, die ein Lied über die Treue zur Al-Aqsa sangen.

In den letzten Jahren sind Jerusalem, der Tempelberg und die Westmauer dazu benutzt worden die arabischen Israelis und die Araber in der Westbank, dem Gazastreifen und Ostjerusalem für ein gemeinsames Ziel zu vereinen: die Juden aus Jerusalem, seinen heiligen Stätten und Israel im Allgemeinen zu drängen. Manchmal wird das über organisierten Terrorismus gemacht. Andere Male sind es einzelne Terroristen. Die Methode mag sich ändern, aber nicht das Ziel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.