Warum Antizionismus und Antisemitismus untrennbar verzahnt sind

Jahrhunderte lang haben Juden diskutiert, wer zu unserer Gemeinschaft gehört. Eine inklusivere jüdische Welt zu akzeptieren ist wichtig und erstrebenswert, aber unmittelbarer sollten unsere Anstrengungen sich auf die aktuelle existenzielle Bedrohung konzentrieren, der sich unsere Gemeinschaft gegenübersieht: den Antisemitismus.

Diese Debatte treibt ironischerweise die Juden weiter auseinander, untergräbt die Legitimität Israels und hat Auswirkungen auf die Sicherheit der US-Juden.

Die Rechtsextreme ist beispielhaft für den historischen Antisemitismus, geprägt von weißen Herrenmenschen und Randgruppen, die es immer geben wird. Der schleichende Antisemitismus der Linksextremen hat derweil jedoch eine fundamentale Fehleinschätzung des arabisch-israelischen Konflikts zur Folge und betrachtet den Konflikt auf eine naive, karikaturenhafte Weise. Auf beiden Seiten der politischen Mitte haben Analogien die Erinnerung an den Holocaust abgebaut, während man mit Fingern auf Probleme der Gegenseite zeigt.

Antisemitismus ist ein uraltes Phänomen, das keiner politischen Bewegung verpflichtet ist. Und während er schon lange vor 1948 existierte, hat die Gründung des modernen Israel eine neue und heimtückische Form des Judenhasses eingeleitet. Das ist der Grund, weshalb eine Parteien-Diskussion über Antisemitismus fehlgeleitet ist, besonders wenn die aktuelle Lage so schlimm aussieht.

Die Verbindung zwischen Antisemitismus und Antizionismus ist zwar eine historisch verschwommene, steht aber heute stärker im Fokus. Die letzte Runde der Gewalt zwischen Israel und der Hamas brachte die Judenhasser aus ihren Löchern und gab virtuell grünes Licht dafür, dass Antisemitismus in den Mainstream einzieht. Der jüngste Versuch gewisser Kongressmitglieder dem Luftverteidigungssystem Eiserne Kuppel die Gelder zu nehmen, ist ein Beispiel dafür, wie die extreme Linke, die sich als pro-palästinensisch bezeichnet, Antisemitismus zur Schau stellen kann. Diese rein defensive militärische Ausrüstung nicht zu finanzieren wird das Leben von Palästinensern nicht retten: Es wird vielmehr nur den Tod von Juden wie auch Palästinensern zur Folge haben.

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Die Welt schweigt, während die Hamas weiter Israel bedroht

Die Terrororganisation gibt einmal mehr zu, dass ihr Endziel ist, den Staat Israel vom Angesicht der Erde zu wischen.

Nadav Shragai, Israel HaYom, 11. Oktober 2021
Übernommen von Abseits vom Mainstream – Heplev

Vor 52 Jahren veröffentlichten drei Newsweek-Journalisten einen Roman mit dem Titel Wenn Israel den Krieg verloren hätte. Die Autoren Richard Chesnoff, Robert Littell und Edward Klein beschrieben einen erschreckenden alternativen Ausgang des Sechstage-Kriegs, bei dem die arabischen Staaten über den jungen Staat Israel siegen.

Das Buch ließ keine Details aus. Es beschrieb Massenfolter und Massaker an Israelis, Hinrichtung von gefangenen Soldaten, Missbrauch israelischer Frauen, grausame Ermordungen israelischer Führer und sogar die Gründung von Institutionen, die die des israelischen Staates ersetzen würden.

Inspiriert von solcher Literatur haben palästinensische und muslimische Extremisten ihren Anteil an ähnlichen „Endzeit“-Dokumenten geschrieben, deren jüngstes von der Terrororganisation Hamas inspiriert und finanziert wurde.

Das am 30. September geschriebene Versprechen für danach – Nach der Befreiung Palästinas enthält fast alle der Elemente, die die Newsweek-Journalisten in ihrem Buch vor über einem Jahrhundert nutzten, so den Völkermord an den Juden und die Schaffung eines „Rückkehrrechts“ für Palästinenser, die ihre Häuser auf den Ruinen Israels bauen würden.

Es ist entscheidend, dass die Welt von dieser Existenz solcher „Literatur“ weiß, weil viele in Europa, den Vereinigten Staaten und anderen Ländern weltweit vor kurzem aufgehört haben die Hamas als Terrororganisation zu behandeln. Der erste, der das machte, war der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, der oft erklärt hat, die Hamas sei „eine Widerstandsbewegung, die an der Befreiung der besetzten Gebiete für die Palästinenser arbeitet“, keine Terrororganisation. Und Erdoğan ist nur die Spitze des Eisbergs.

Vor zwei Jahren führte Israels Ministerium für strategische Angelegenheiten eine Untersuchung des Verhaltens der Hamas in westlichen Ländern durch und deckte auf, dass sie über hunderte zivilgesellschaftlicher Organisationen agiert und ihre radikale Agenda vorantreibt. Das Ministerium äußerte die Sorge, dass die Budgets, staatliche Zuschüsse und Spenden einiger dieser Organisationen – insbesondere an palästinensische, britische und amerikanische – bekannte Terrororganisationen, darunter die Hamas, finanzieren.

Noch unglaublicher ist, dass die einzige von den Ergebnissen dieser Untersuchung des Ministeriums bestätigte Instanz die Hamas selbst war. Der damalige Chef des Politbüros, Ismail Haniyeh, sagte: „Es gibt viele wichtige Variablen, darunter in westlichen Ländern, die genutzt werden können und auf die man sich verlassen kann, um unsere Strategie aufzubauen: die Boykottbewegung, BDS, Märsche und Solidaritätsproteste.“

Seit der Veröffentlichung des Berichts hat sich nicht viel geändert, und Israel tut sich schwer oder bemüht sich nicht intensiv genug, gegen ein solches Verhalten der Hamas vorzugehen. Was der jüdische Staat tun muss, ist, das Hamas-Dokument bei den Botschaften in aller Welt bekannt zu machen, und zwar genau in den Ländern, in denen die Hamas von zivilgesellschaftlichen Organisationen unterstützt wird. Nach Angaben der aktuellsten Daten gibt es mehr als 300 solcher Gruppen.

Das ist natürlich nur eine Art, um westliche Länder und internationale Organisationen zu überzeugen die Verbindungen zur Hamas zu lösen, wobei das Endziel der Hamas – wie sie es oft erklärt, darin besteht, den Staat Israel zu vernichten, die meisten seiner Einwohner zu vertreiben und zu ermorden und die Rückkehr der Palästinenser „aus der Diaspora“ herbeizuführen.

Deutschlands jüdische Führung gegen Israel

* von Daniel Pipes / Israel Hayom

Die politischen Parteien in Deutschland haben ihre Differenzen, das ist klar. Aber in einem Punkt sind sie sich einig: Die junge zivilisatorische Partei “Alternative für Deutschland” (AfD) sollte nicht im Bundestag vertreten sein.

Es ist nicht schwer zu verstehen, warum, denn die unverfrorene Offenheit der AfD zugunsten der westlichen Zivilisation, der Vereinigten Staaten und Israels verärgert sie zutiefst. Angesichts der bevorstehenden Wahlen tun sich die anderen Parteien zusammen, um die AfD zu diskreditieren. Da es sich um Deutschland handelt, ist die wirksamste Methode, sie mit Antisemitismus zu überziehen. Und um das am effektivsten zu tun, müssen Juden die Führung übernehmen.

32 der 69 Organisationen, die das Dokument “Juden gegen die AfD” unterstützen.

32 der 69 Organisationen befürworten das Dokument “Juden gegen die AfD”.

Das erklärt, warum der Zentralrat der Juden (ZdJ) ein Dokument initiiert hat, dem sich nicht weniger als 68 andere jüdische Organisationen angeschlossen haben. Unter dem Titel “Juden gegen die AfD” fordert es die Deutschen auf, eine andere Partei als die AfD zu wählen. Die Botschaft ist nicht subtil: “Wählen Sie am 26. September 2021 eine zweifelsfrei demokratische Partei und helfen Sie mit, die AfD aus dem Deutschen Bundestag zu vertreiben.”

In dem Dokument, das am 9. September veröffentlicht wurde, wird der AfD vorgeworfen, im Parlament “Verwüstungen anzurichten”, und sie wird als Heimat von “Antisemiten und Rechtsextremisten” bezeichnet, die “Rassismus und Menschenfeindlichkeit” betreiben. Zu allem Überfluss sind die Unterzeichner sogar “überzeugt, dass die AfD eine … religionsfeindliche Partei ist”.

Zu diesen Organisationen gehören auch einige große und etablierte internationale Namen, darunter das American Jewish Committee, die B’nai B’rith, die Claims Conference, der European Jewish Congress, der Jewish National Fund, Limmud, die Maccabi Games, die Ronald S. Lauder Foundation, die Union of Progressive Jews und der World Jewish Congress.

Zunächst einmal ist anzumerken, dass alle deutschen und amerikanischen steuerbefreiten Organisationen, die diese Erklärung unterstützen, ganz klar gegen das Gesetz verstoßen, indem sie sich dafür einsetzen, wie Stimmen abgegeben werden sollten. Die Überschrift des Dokuments enthält eine kindische Grafik mit einem nach unten zeigenden Pfeil, der den nach oben zeigenden Pfeil der AfD umkehrt. Seltsamerweise nennt das ZdJ in dem Dokument nicht ein einziges Mal den Namen der Partei, sondern nur die Initialen “AfD”, als ob die Erwähnung des vollen Namens die Partei in Verruf bringen würde.

Alberne Grafik

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AfD zwingt Bundesregierung zu Pro-Israel-Politik

Die AfD zwingt die Bundesregierung zu einer historischen Kehrtwende in der Israel-Politik: Laut Ha‘aretz folgt Berlin Tschechien und spricht dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag die Befugnis ab, Israel wegen angeblicher Verstöße gegen „Völkerrecht“ zu verurteilen.

Die Bundesregierung habe in einem Schreiben an den Internationalen Strafgerichtshof am Freitag die Ansicht geäußert, dass „nach den Rom-Statuten nur Staaten“ in Den Haag klageberechtigt seien, zu denen „Palästina“ nicht zähle, da es kein Staat sei, so Ha’artez.

Deutschlandkorrespondent der führenden israelischen Tageszeitung Eldad Beck lobt AfD

Der Deutschlandkorrespondent der führenden israelischen Tageszeitung Israel Hayom Eldad Beck schrieb, die Kehrtwende der Bundesregierung sei das Verdienst der AfD, die mit ihrer pro-Israel-Politik die anderen Parteien zum Handeln gezwungen habe, u.a. beim BDS-Verbot und beim Antrag gegen die Hisbollah, der im Juni zuerst gegen den Widerstand aller Parteien eingereicht, im Dezember aber verabschiedet wurde, nachdem sich FDP und Junge Union auch dafür ausgesprochen hatten.

„Gab es bisher nur einen allgemeinen Parteikonsens bei rituellen Schuldbekenntnissen – mit gleichzeitiger, handfester Unterstützung für die Palästinenser – zwang die nachdrückliche pro-Israel-Politik der AfD die Bundesregierung und die anderen Parteien, ihre Israel-Politik zu ändern“, so Beck auf Israel Hayom.

Neue israelische Regierung und neue politische Kräfte in Deutschland

„Nach den israelischen Wahlen ist zu hoffen, dass eine neue Regierung Zugang zu den neuen politischen Kräften in Deutschland finden wird, die die neue Wirklichkeit abbilden,“ schrieb Beck, „anstatt in überkommenen Denkmustern zu verharren.“

Beck kritisierte letzte Woche den israelischen Botschafter Jeremy Issacharoff für seine militante Kritik an der AfD: „Wenn wir (Israelis) uns in die deutsche Angelegenheiten einmischen, warum sollten sie nicht auch in unsere Angelegenheiten eingreifen?“ fragte Beck, und warnte davor, die AfD „als rechtsextreme oder Neonazi-Partei zu behandeln… Es ist ein Fehler für Israel, so sorglos mit der Nazikeule umzugehen, nur weil es an Verständnis für die deutsche Realität mangelt. Jede Partei muss danach beurteilt werden, was sie tut und sagt.“

Bundesregierung kommt AfD-Forderungen nach

Der AfD-EU-Abgeordnete Joachim Kuhs hatte im August die „besetzten Gebiete“ von Judäa und Samaria mit einer Delegation der „Juden in der AfD“ besucht und ein Ende der Boykott-Politik der Bundesregierung und EU gegenüber Juden in den umstrittenen Gebieten gefordert. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Beatrix von Storch hat mit den Anträgen gegen BDS und Hisbollah die pro-Israel-Politik der AfD vorangetrieben, und mit Anfragen an die Bundesregierung herausgefunden, dass Berlin die Zahlungen an die korruptionsgeplagte, Hamas-nahe UNRWA 2018 auf 173,2 Millionen Euro mehr als verdoppelt hat.

„Ich freue mich, dass die Bundesregierung unserer Forderung nachgekommen ist, Juden in den umstrittenen Gebieten nicht mehr pauschal als Illegale Siedler zu verurteilen“, sagt MdEP Joachim Kuhs gegenüber Philosophia Perennis. „Jetzt müsste das Auswärtige Amt unter Heiko Maas und Staatsminister Niels Annen auch ihre Boykott-Politik gegenüber Juden im biblischen Judäa und Samaria beenden.“