Buchbesprechung Dr. Hermann Burgard: Flutheld Ziusudra

  • von Roland M. Horn

Research Papers Forschungsgesellschaft für Archäologie Astronautik und SETI A.A.S. (Hrsg.) (Nr. 1)
Dr. Hermann Burgard:
Flutheld Ziusudra
Ziusudra war nach der Flut nicht König in Dilmun, sondern im “Land der Steinbrüche und Karbid-Brennöfen”
Ancient Mail Verlag Werner Betz, Groß-Gerau, Mai 2020
ISBN: 978-3956522864
Preis: EUR 10,70
Broschiert, 15.1 x 0.6 x 19.6 cm
9 s/w-Fotos u. Abb.
76 Seiten

Dr. Hermann Burgard trifft im vorliegenden Büchlein u. a. folgende Behauptungen: Die vor und nach der Sintflut entscheidenden Befehlshaber waren keine “Götter”. Sie beschlossen nicht, die Menschheit mit einer Flut zu vernichten. Ziusudra (der sumerische Noah) wurde als König von Schuruppak nicht heimlich in einer Schilfhütte vom erwarteten Kommen der Flut informiert. Ihm und seiner Mannschaft wurde nicht das heute bekannte Dilmun zum Verbleib zugewiesen. Ziusudra wurde nicht wegen der “Rettung des Menschensamens” zum “Chef” der Überlebenden ernannt.

Das vorliegende Werk fußt auf Burgards Bücher Encheduanna – Geheime Offenbarungen und Encheduanna – Verschlüsselt – Verschollen – Verkannt, in denen er die Tempelhymnen der Hohepriesterin Encheduanna aus dem Sumerischen übersetzt hat.

Dabei kommt er teilweise zu anderen Schlüsseln wie der “Sumerologie-Papst” Noah Kramer, der Dilmun – das sagenhafte paradiesische Land der Sumerer – im Indus-Tal verortete. Weiter stellt Dr. Burgard fest, dass Ziusudra sowohl im Gilgamesch-Epos als auch in der Bibel vorkommt, hier unter dem Namen Noah. Dr. Burgard zufolge mussdie Arche nicht zwangsläufig auf dem Berg Ararat gestrandet sein, sondern es käme auch dessen weiteres Umfeld Urartu in Frage, da die hebräische Schrift keine Vokale kennt und die korrekte Übersetzung “r r t” heißen müsste. Er weist weiter darauf hin, dass nach dem jüdisch-hellenistischen Historiker Flavius Josephus Überreste der Arche sich in einem Land namens Karrae gelandet sein sollen und erinnert an den Umstand, dass mit dem deutschen “Karrae” das lateinische “Carrae” gemeint ist – die heutige Gegend um Harran, oder besser Charran in der Türkei nahe der Provinzstadt Sanliurfa, die im Quellgebiet von Euphrat und Tigris liegt.

Dr. Burgard spricht auch die megalithische Fundstätte von Göbekli Tepe an, die ungefähr 15 Kilometer von Sanliurfa entfernt liegt. Sie resultiert dem Autor zufolge aus Katastrophen, die durch Impakte entstanden sind und begründet dies auch. Die erstaunliche Fähigkeit, die dort vorgefundenen großartigen Monumente zu konzipieren und zu gestalten, erklärt Burgard mit technischen Wissen, das von vor der Katastrophenzeit übertragen worden ist.

Was Ziusudra betrifft, so kommt Dr. Burgard schließlich zu dem Schluss, dass ihm die Produktion von Treibstoff für die Raumstation “Licht” und die Raumfähre unterstand, über die er u. a. in seinem Buch NIBIRU gesucht – Raumstation HIMMEL gefunden wie in seinen o. g. Übersetzungen ausführlich berichtet. Dass Dilmun für ein Paradies gehalten wird, beruht nach Meinung der Autors auf einem Denkfehler und Ziusudra war ihm zufolge nicht König von Dilmun, sondern im “Land der Steinbrüche und Karbid-Brennöfen”.

Dr. Burgards Annahmen scheinen aus seinen Kenntnissen der sumerischen Sprache heraus gut begründet und seine Ausführungen sind sehr interessant. Insofern kann das Buch guten Gewissens empfohlen werden.

(Erstveröffentlichung auf Atlantisforschung.de)

Erhältlich u. a.

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