Nachdem es in den letzten 24 Stunden so viele Alarme im Norden gab – vor 24 Stunden, vor 23 Stunden, vor 12 Stunden, vor 11 Stunden, vor 9 Stunden, vor 8 Stunden, vor 6 Stunden, vor 3 Stunden, vor 2 Stunden – wurde der Waffenstillstand mit dem Libanon heute für beendet erklärt.

Ehrlich gesagt, ruhig war es in den knapp zwei Wochen dort nie.

Und sowas ist halt dann kein Waffenstillstand, nicht wahr? Die Menschen, die in Nordisrael leben, haben die Nase gestrichen voll von der dauernden Gefahr, in der sie leben. Sie wünschen sich Sicherheit, Stabilität, ruhige Tage und Nächte.

Gestern hat die Armee das größte bisher gefundene Netzwerk von Terrortunneln zerstört, welches sich über eine Fläche von 2 auf 10 km erstreckte. Es hätte tausenden von Terroristen Schutz bieten können, direkt unter den sich darüber befindenden Dörfern im Südlibanon. Heute wurde eine Hizbollah-Stellung (mit anderen Worten: Eine Raketenabschussrampe) in zivilen Gebäuden eliminiert. Nur so als Beispiele, denn nur die spektakulärsten Aktionen werden veröffentlicht.

Weitere Nachrichten, Reihenfolge rein zufällig:

  • Im Londoner Stadtteil Golders Green stach ein Terrorist am helllichten Tag mit einem Messer auf jüdische Menschen ein und verletzte zwei davon schwer. Der Täter wurde festgenommen.
  • In Sydney wurde ein Benefizkonzert zum Andenken an die Opfer des Anschlags auf eine Chanukkafeier am Bondi Beach kurzfristig abgesagt. Geplant war der Auftritt eines griechischen Chors zusammen mit einem jüdischen Ensemble. Der Grund für die Absage: Über die Hälfte der Chormitglieder weigerten sich, „aus politischen und sicherheitstechnischen Gründen“ gemeinsam mit Juden aufzutreten.
  • In der Schweiz hat der Nationalrat den Antrag auf die Anerkennung eines palästinensischen Staates mit 116 zu 66 Stimmen bei 11 Enthaltungen abgelehnt. Gut so!
  • Überraschung! Es ist eine weitere „Global Sumud Flotilla“ unterwegs, um „Hilfsgüter nach Gaza“ zu bringen und gegen den dort immer noch stattfindenden „Völkermord“ zu protestieren. Diesmal ist Greta Thunberg nicht dabei, aber Greenpeace schon, und im Vorfeld gab es auch noch einen Skandal: Ein Mitglied des Leitungsteams hatte wohl mit mehreren der Freiwilligen auf den Booten Sex… Laut eigener Aussage habe die Flotille ein Frachtschiff behindert, weil es mit seiner Ladung „das israelische Militär unterstütze“. Das Schiff kam allerdings planmäßig im Zielhafen an. Ich bin schon mal gespannt, wie viele Gramm Hilfsgüter diesmal bei den Aktivisten im Boot sind.

Anima Chutzpanit in der Schweiz geboren, machte eine Ausbildung zur Primarschullehrerin, erhielt das Übersetzerdiplom DOZ, trat zum Judentum über, heiratete und machte Aliyah (Einwanderung nach Israel). Sie lebt mit ihrem Ehemann, zwei Kindern und vielen Katzen in Südisrael. Sie betreibt den Blog Kinder, Katzen und Kakteen.

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