Buchbesprechung: Luc Bürgin: Geheimnisse der Matrix

*von Roland M. Horn

Luc Bürgin:
Geheimnisse der Matrix
Der neue Mystery-Report
Kopp-Verlag, Rottenburg , November 2021
ISBN: 978-3-86445-851-4
Preis: EUR 24,99
Gebunden mit Schutzumschlag, 398 Seiten, 24 Farb- und 179 s/w-Bilder

In seinem oben genannten Buch unternimmt der Autor einen Streifzug durch die verschiedensten Merkwürdigkeiten auf dieser Welt – oder sollte man besser “Risse in der Matrix” sagen, die ihn im Epilog nur mit staunenden Fragen zurücklassen, wie: “Bleibt es nicht seltsam, dass wir nur diejenigen Farben kennen, die wir wahrnehmen, während uns exotische Farbtöne im Gegensatz zu anderen Lebewesen mangels zusätzlicher Sinnesorgane verschlossen bleiben? Ist ein Tisch nur deshalb ein Tisch, weil wir ihn so bezeichnen? Bellt eine Katze nur darum, weil wir sie in unserer Realität sprachlich zum Miauen verdammt haben? Und was wäre, wenn ein Blitz plötzlich donnern und der Donner danach blitzen würde? Woran würden wir in diesem Fall eher zweifeln? An unserem Verstand? Oder an unserer Natur?” (S. 284) Oder noch philosophischer: “Verrenken und verschränken sich Zukunft und Vergangenheit quantenphysikalisch mitunter weitaus intimer, als wir ahnen? Ist Zeit nur eine menschliche Erfindung? Ein irdisches Hirngespinst, um der undenkbaren Gleichzeitigkeit aller Geschehnisse im Kosmos Herr zu werden und den Verstand nicht zu verlieren? Weshalb denken wir tagsüber chronologisch strukturiert? Wieso träumen wir nachts chronologisch unstrukturiert? Gab es eine Zeit vor der Zeit? Gibt es eine Zeit nach der Zeit? Und was geschieht, wenn ‘unsere’ Zeit endet? Welches Schöpferwesen schüttelt uns als Regisseur die Hände, wenn vor uns der letzte Vorhang fällt? Gott? Ein depressiver Quantencomputer? Freudig grunzende Spaghettimonster? Niemand? Oder am Ende wir selbst?” (S. 389)

Der Schweizer Autor, Journalist und Alternativhistoriker Luc Bürgin

Zum ausgesprochen großen Themenkomplex, der Bürgin dazu bringt, solche Fragen zu stellen – die er freilich nicht beantworten kann – gehört auch eines meiner “Lieblingsthemen”: Das UFO-Phänomen. Erfreulicherweise legt er sich nicht auf das Klischee “UFOs” seien materielle Raumschiffe außerirdischer Besucher fest, sondern benennt auch andere Erklärungsmöglichkeiten, die gehandelt werden wie Dämonen aus der Hölle, Besucher aus Parallelwelten oder der Zukunft, militärische Agenten irdischen Ursprungs, Programmierer unserer Matrix. Wieder einmal wird deutlich, das Bürgin ein wahrer Freidenker ist. Und davon gibt es viel zu wenig!

Bürgin zählt nicht nur Fälle von in Deutschland gar nicht so bekannten Autoren wie John A. Keel (ebenfalls ein Querdenker) auf, demzufolge im März 1967 eine Familie in ihrem Auto durch Long Island, New York, fuhr, als ihr in einiger Entfernung ein scheibenförmiger Flugkörper auffiel, der in einem Feld zur Landung ansetzte und dem sich eine Limousine näherte, aus der zwei irdisch aussehende Männer ins Freie sprangen, zum Wagen eilten, der mit ihnen davonbrauste, während das UFO aufstieg und davonraste. Vielmehr hatte Bürgin auch selbst mit Personen Kontakt, die ähnliche Erfahrungen machten. So schilderte ihm ein Polizist die Sichtung zweier Scheinwerfer im Jahr 1994 in einer Höhe von 50 Metern, die sich später als ein dreieckiges Gebilde zeigten, in dessen Mitte sich ein rotes Licht und an seinen Ecken sich jeweils ein leuchtender Scheinwerfer befand – ein Objekt ähnlich jenen, die einige Jahre zuvor gehäuft im Dreiländereck Belgien/Niederlande/Bundesrepublik Deutschland, insbesondere aber in Belgien, gesichtet wurden.

Doch auch mit dem direkten Thema “Kontakt mit Außerirdischen” setzt sich Bürgin auseinander und kommt dabei auch auf die neuesten Erkenntnisse des Kosmologen Avi Loeb zu sprechen, der sich dahingehend äußerte, dass das zigarrenförmige Objekt 1I/ʻOumuamua, das erst vor wenigen Jahren das Sonnensystem durchquerte, nicht etwa ein Komet oder ein Asteroid gewesen sein könnte, sondern möglicherweise eher eine außerirdische Raumsonde.

In typischer Manier kommt Bürgin auch auf Erich von Dänikens “Götterschock” zu sprechen, wenn er sich fragt: “Was würde geschehen, wenn im Rahmen des globalen SETI-Lauschprogramms plötzlich laut und deutlich ein Funkspruch einer außerirdischen Spezies durch den Äther rauscht? Mit welchen Reaktionen müssten wir rechnen, wenn vor aller Augen plötzlich ein Raumschiff vor dem Weißen Haus, dem Kreml, dem Vatikan oder in Mekka aufsetzen würde und ihm exotische Wesen aus einer fremden Welt entstiegen? Womöglich muslimisch verschleiert? Oder mit Sikh-Turbanen, jüdischer Kippa, feministisch anrüchigen Tattoos oder FFP2-Gesichtsmasken bestückt und geschmückt?” (S. 372). Doch das ist erst die Einleitung zu Bürgins noch weitgehender Gedanken: “Was, wenn unsere omnipotenten Besucher überdies blasphemisch versichern würden, dass Jesus in Wirklichkeit die uneheliche Halbschwester von Mohammed war? Oder dass Buddha der Heilige Geist war, der die Jungfrau Maria niemals schwängerte um sich später als Dalai Lama zu reinkarnieren, nachdem er zuvor als Zeus ein liebestolles Techtelmechtel mit Aphrodite genossen hatte? Wären Hinz und Kunz, Ali oder Baba reif dafür? Oder stehen wir vor dem explosivsten religiösen Kulturschock aller Zeiten?” (ebd.)

Ganz nebenbei enthüllt Bürgin Walt Disneys fast schon unheimliches Gespür für die Zukunft, wenn er u. a. ein Bild abdruckt, in dem Disney im Jahr 1955 vor dem erstaunten US-Publikum mit dem Finger auf genau den Punkt auf einem überdimensionalen Mondglobus zeigt, an dem 1969 die erste bemannte Mond-Sonde landen würde! Ein weiteres Bild zeigt Indianer auf einem Gemälde aus dem Jahr 1937, von denen einer ein Handy zu halten scheint; in einer Bildfolge aus dem französisch-englischen Originalband von Asterix in Italien aus dem Jahr 2017 taucht deutlich mehrmals das Wort “Coronavirus” – der Name einer Figur aus diesem Comic – auf. Apropos Corona: Kommt das SARS-CoV-1-Virus – die Urmutter des derzeit grassierenden Virus SARS-CoV-2 (Auslöser von Covid-19) – etwa aus dem All? Der berühmte Astrophysiker Chandra Wickramasinghe hält dies jedenfalls für mehr als nur denkbar. Apropos Corona: Ist Ihnen “Event 201” ein Begriff? Am 18.10.2019 simulierte die Bill & Melinda Gates Foundation, das Johns Hopkins-Center for Health Security in einem Kongresszentrum in New York zu Übungszwecken einen Pandemie-Ausbruch. Das Szenario: Ein “neuartiges Coronavirus” verbreitet sich mit Windeseile um die Welt und sorgt für gravierende gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen. Es gibt keinen Impfstoff, Panik bricht aus und an den Börsen regiert das Chaos. Es dauert 18 Monate, bis – nachdem Millionen Menschen gestorben sind – sich die Welt wieder normalisiert. – Wenige Monate nach dieser Simulation bricht Covid 19 aus …

Wie kommt es, dass im Band Flug 714 nach Sydney aus der Tintin-Reihe aus dem Jahr 1968 Geschehnisse geschildert werden eine frappierende Ähnlichkeit mit dem Verschwinden der MH370 im Jahr 2014 aufweist? Neben der These, dass Jesus die Kreuzigung überlebte und in hohem Alter im Kaschmirtal starb, beschäftigt sich Bürgin weiter, mit einer Erscheinung, die (wenige) Blinde haben, die buchstäblich Dinge sehen können, die allerdings in Wirklichkeit – oder was wir darunter verstehen – nicht existieren. Offensichtlich konnte ein italienischer Mönch aus dem 17. Jahrhundert tatsächlich fliegen. Wie ist das möglich, obwohl die Gravitation dies “normalerweise” nie zulassen dürfte?

Existiert ein Urzeitpanther im Amazonas-Regenwald? Tatsächlich soll ein solcher beobachtet worden sein. Mit dieser Frage und der Frage nach fantastischen Tierwesen, die es nicht mehr geben dürfte, setzt sich Bürgin intensiv auseinander. Weiter geht es um Zusammenhänge zwischen Karl May, Geisterstimmen und Spiritismus und die angebliche Entdeckung einer Haarlocke des Dichters Friedrich Schiller, der der Autor akribisch nachgeht und bei seiner Recherche auf Interessantes stößt. Auch auf weitere Mysterien um den (wahrscheinlichen) Freimaurer Schiller und diesem Bund geht Bürgin ein.

“Verborgene Codes auf unseren Geldscheinen” ist ein weiteres Thema, mit dem sich Bürgin befasst. Faltet man den klassischen 20-Dollar-Schein auf eine gewisse Weise, scheint man die brennenden Twin Towers zu sehen. Zufall oder ein versteckter Blick in die Zukunft? Bürgin weiß über Selbstmorde bei Delphinen zu berichten sowie über die Feststellung, dass Meeressäuger – in diesem Falle (Wale) – und Menschen unter den Säugetieren ein Paradebeispiel für psychologische Parallelevolution zu sein scheinen, und weiter: viele Walarten könnten ein Level sozialer emotionaler Intelligenz erreicht haben, das dasjenige aller anderen Lebewesen übersteigt.

Weiter diskutiert Bürgin die umstrittene Frage nach Mord unter Hypnose, Mind Control und “NLP (Neurolinguistisches Programmieren). Bürgin stellt weiter fest, dass viele Menschen schlicht und einfach spurlos verschwinden. Dafür hat er etliche interessante Beispiele aufgetrieben, was ihn zu der Feststellung führt: “Ließen irdische Geheimdienste, fremde Mächte oder Besucher aus der Zukunft für irgendwelche finsteren Zwecke alle paar Tage lediglich einen einzigen Erdenbürger auf Nimmerwiedersehen verschwinden, würde dies statistisch gesehen niemandem auffallen, geschweige denn beunruhigen.” (S. 82) Bei seinen Recherchen stößt Bürgin sogar auf “Hobbits am Rhein” und Grabungen, die jede Menge kleiner Werkzeuge und Waffenreste ans Tageslicht förderten und darüber hinaus auf Skelette von außerordentlicher Kleinheit, die nicht von Kindern stammen. “Warum werden in manchen Orten wie Sardinien Menschen gehäuft über einhundert Jahre alt?” ist eine weitere Frage, denen Bürgin nachgeht.

Dies alles sind nur einige Beispiel für die zahlreichen Merkwürdigkeiten, die Bürgin im vorliegenden Buch aufführt und kommentiert und ihn letztlich zu folgenden Feststellungen und Fragen führt:

Alles Denkbare bleibt insofern möglich und alles Undenkbare unmöglich. Denn das Universum ist nicht nur bizarrer, als wir es uns vorstellen, sondern auch weitaus bizarrer, als wir es uns vorstellen können. Vielleicht haben wir es ja tatsächlich nur erfunden. Oder es hat uns zuvor erfunden. Oder ein anderer hat es stattdessen für uns erfunden, den wir seinerseits ebenfalls nur erfunden haben, nachdem er zuvor uns erfunden hatte. Kapieren Sie nun ebenfalls, was ich vermutlich nie kapieren werde?” (S. 396)

Alles klar? Das Buch kann jedenfalls nur als “absolut empfehlenswert” bezeichnet werden!

Diese Rezension erschien erstmals auf Atlantisforschung.de

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