Vorwurf von gemeinnütziger Organisation: Deutscher Botschafter „schändet den heiligsten Tag“ im jüdischen Kalender
Israels Außenministerium bestätigte gegenüber Fox News Digital am Dienstag, dass das Ministerium den höchst ungewöhnlichen Schritt unternahm Deutschlands Botschafter in Israel, Steffen Seibert, einzubestellen, um eine Botschaft zu seiner berichteten Einmischung in innere Angelegenheiten zu übermitteln, darunter mutmaßliche Ehrung palästinensischer Terroristen.
Lior Haiat, Sprecherin von Israels Außenminister Eli Cohen, sagte Fox News, dass er den Bericht auf der Internetseite des konservativen israelischen Nachrichtensenders Kanal 14 „bestätigt“.
Die berichtete Zurechtweisung Seiberts fällt mit einem aktuellen Bericht von Fox News Digital über Kritik zusammen, die sich gegen die mutmaßliche „eklatante Einmischung“ der Administration Biden in israelische innere Angelegenheiten richteten.
Kanal 14 berichtete Ende Mai, dass „Seibert ins Außenministerium bestellt wurde, wo er vom Leiter der Europa-Abteilung, Daniel Meron, nach einer Reihe von Vorfällen getadelt wurde, die in Israel unfreundlich aufgenommen wurden. Unter anderem nahm Seibert an einer Feier zum „Alternativen Gedenktag“ in Tel Aviv teil.
Israels Außenministerium und israelische Kritiker Seiberts nahmen enorm Anstoß an seiner Rolle bei der gemeldeten Schändung der wichtigsten und feierlichsten Tage in Israel: „Gedenktag für Israels gefallen Soldaten und die Opfer feindlicher Taten.“

Die israelische Nahost-Expertin Caroline Glick sagte gegenüber Fox News Digital, dass Seiberts Rolle bei der alternativen Feier – auch bekannt als gemeinsamer Gedenktag – ein „feindseliger Akt nicht nur gegenüber der israelischen Regierung, sondern der israelischen Gesellschaft“war, weil die Veranstaltung zusammen mit israelischen Terroropfern und gefallenen israelischen Soldaten „tote palästinensische Terroristen ehrt“. Glick, die die beliebte Caroline Glick-Show beim Jewish News Syndicate moderiert, sagte, dass die alternative Feier, die seit 2006 stattfindet, in Israel „auf überwältigende Abscheu“ trifft und eine Form von falscher „moralischer Äquivalenz“ ist, weil sie Palästinenser, die Terroranschläge auf jüdische Opfer verübten mit gefallenen israelischen Soldaten gleichsetzt, die Terrorismus bekämpfen.
Glick sagte, Deutschland finanziert die NGO Parents Circle – Families Forum, die die alternative Gedenkveranstaltung sponsert. Sie fügte hinzu, die Veranstaltung sei ein „wohlüberlegter Akt der NGO Parents Circle – Families Forum, um die israelische Gesellschaft zu verärgern und ihr großen emotionalen Schmerz zuzufügen sowie die Seele der israelischen Gesellschaft zu untergraben.

Robi Damelin, eine Sprecherin von Parents Circle – Families Forum, sagte Fox News Digital, dass sie ihren Sohn David 2002 durch Terrorismus verlor und empörte sich, weil sie als „Verräterin“ betrachtet wird. Sie sagte: „PCFF arbeitet für Gewaltlosigkeit und Versöhnung. Die Leute, die die Feier kritisierten, sind nie tatsächlich dabei gewesen. Man kann auf YouTube gehen und die Feier ansehen, bei der Palästinenser und Israelis zusammenkommen, um am Gedenktag ihre Geschichten zu erzählen und wunderschöne Musik und Poesie zu hören. Ich denke nicht, dass das radikal ist. Ich denke, das ist einzigartig.“
Damelin sagte, die deutsche NGO Brot für die Welt, die Europäische Union und private Spenden stellen PCFF Gelder zur Verfügung.
Israels Außenministerium tadelte Seibert zudem wegen seiner Rolle bei der Verhinderung der Teilnahme der deutschen Luftwaffe an einem gemeinsamen Überflug mit Israels Luftwaffe über das biblische Kernland Judäa und Samaria während der Feiern zum 75. Jahrestages im April.
Ariel Kahana, ein altgedienter diplomatischer Kommentator für Israels meistgelesene hebräischsprachige Zeitung, die mitte-rechte Israel HaYom, war der erste, der die Story zu Seiberts Eingreifen in den Flug der deutschen Luftwaffe berichtete; er sagte Fox News Digital: „Seibert prahlte mit dem Erfolg der Verhinderung des Flugs“ über die umstrittenen Gebiete. Die Palästinenser betrachten das umstrittene Gebiet der Westbank, das Israelis als Judäa und Samaria kennen, als Land ihres zukünftigen Staates. Israels Regierung hat jüdische Wohnorte und Städte in Judäa und Samaria gebaut und bestreitet den palästinensischen Anspruch auf die gesamte Region.

Die USA, Großbritannien und Italien nahmen an dem gemeinsamen Flug zur Feier von Israels Gründung teil und zogen ihre Maschinen nicht vom Überflug über Judäa und Samaria zurück. Das israelische Militär sagte damals, das sei „ein Zeichen der Partnerschaft zwischen den Ländern und der einzigartigen Beziehung des Staates Israel zu ihnen“.
Glick sagt: „Das deutsche Militär soll eine symbolische Repräsentation des neuen Deutschlands sein. Sie baten darum, teilnehmen zu dürfen und schlichen sich in unsere nationale Unabhängigkeit und nutzten die Gelegenheit uns zu beleidigen.“ Sie fügte hinzu, dass die Weigerung sich Israels Luftwaffe beim Überflug anzuschließen „einfach ein Akt der Feindseligkeit seitens der Deutschen“ ist.

Yossi Melman, ein altgedienter israelischer Kolumnist der linken Ha’aretz, sagte, die Rüge für Seibert „ist beschämend und dumm. Deutschland ist ein großer Unterstützer Israels. Weshalb? Weil sie Deutschland nicht erlauben die Westbank zu überfliegen.“
Melman sagte, die deutsche Regierungspolitik „erkennt die Westbank nicht als israelisches Territorium an. Er fügte hinzu, die Deutschen „unterstützen Israel gegen den Iran. Sie helfen Israel mit Geheimdienst-Informationen. Der Handel zwischen Israel und Deutschland ist groß.“

Er fügte zur Rüge an Seibert an: „Das macht man nicht öffentlich.“ Botschafter sollen alle Sektoren der israelischen Gesellschaft repräsentieren, auch der Opposition und winziger Minderheiten. Er ist der deutsche Botschafter in Israel, nicht der israelischen Regierung“, sagte Melman.
Israels Außenministerium bestellte Seibert auch wegen eines Berichts ein, mit dem die deutsche Regierung anscheinend deutsche Diplomaten zu zwei Gelegenheiten anwies in der Altstadt von Jerusalem nicht zu fotografieren, weil Berlin sie als „besetztes Gebiet“ betrachtet, so Israel HaYom.
Yonatan Schay, Leiter der Abteilung Hasbara (Interessenvertretung Israels) bei Im Tirtzu, sagte gegenüber Fox News Digital, dass Seibert in seiner kurzen Amtszeit als Botschafter zu einer Verschlechterung der deutsch-israelischen Beziehungen beigetragen hat. Schay sagte: „Die größte zionistische Bewegung in Israel, Im Tirtzu, glaubt aufrichtig, dass er wegen dieses jüngsten Fiaskos zurücktreten sollte.“
Schay sagte über Seiberts Tweets zur Unterstützung mutmaßlicher palästinensischer Terroristen: „Er brachte Schande über den Internationalen Holocaust-Gedenktag, indem er heldenhafte IDF-Operationen in Jenin kritisierte, bei denen die IDF palästinensische Terroristen mit jüdischem Blut an den Händen eliminierte.“

Schay, der fließend Deutsch spricht und für die Jewish Agency für Israel in Deutschland arbeitete, sagte, Seibert „schändete den heiligsten Tag im israelischen Kalender, weil er an der gemeinsamen alternativen Gedenkfeier zur Ehrung palästinensischer Terroristen teilnahm, die Juden und im Kampf zum Schutz unseres Landes gefallenen IDF-Soldaten ermordeten.“
Fox News Digital schickte zahlreiche Pressenanfragen an Seibert und das deutsche Außenministerium in Berlin.