Jede Vereinbarung mit islamistischen Terroristen hängt von denen ab, die töricht genug sind, ihnen zu glauben.

So lief es in Afghanistan, in Syrien und schon ganz am Anfang mit der PLO, als nützliche Idioten beschlossen, sie wollten glauben, dass islamistischer Terrorismus verschwinden werde, wenn man ihm nur genug Geld und Demokratie in den Rachen wirft. Sehr schnell kommen Diplomaten dann zu dem Schluss, dass die Terroristen die Lösung seien und diejenigen, die ihnen misstrauen – wie Israel – das eigentliche Problem und das Hindernis auf dem Weg in die schöne neue Zukunft sind, die sie sich ausmalen.

Der „Waffenstillstands“-Deal folgt derselben vertrauten Bahn, da Typen wie Steven Witkoff und Jared Kushner inzwischen darauf bestehen, die Hamas wolle doch nur ein besseres Leben und man solle sich auf die fantastische Wiederaufbauphase konzentrieren, die sicher bevorstehe. So sagte Kushner in Davos: „Wenn wir glauben, dass Frieden möglich ist, dann kann Frieden wirklich möglich sein.“ Das läuft auf Glauben an Hamas hinaus.

All das ist nur ein Neustart der Oslo-Abkommen mit der PLO und Jassir Arafat, die diese ganze Krise überhaupt erst ausgelöst haben – ein Prozess, in dem Wunschdenken nicht nur die Realität überstrahlte, sondern zu einer Reihe von Vereinbarungen führte, die der Terrororganisation mit internationaler Unterstützung eine viel größere und tödlichere Plattform verschafften hat. Jetzt geschieht es wieder.

„Ich glaube, wir können Hamas zeigen, dass Entwaffnung das Richtige ist – für langfristigen Frieden und für die Zukunft. Und der Wiederaufbauplan des Gazastreifens unter der Aufsicht von Präsident Trump ist ein unglaublicher Plan. Gaza soll ein erstaunlicher Ort werden“, behauptete Witkoff.

„Am Anfang spielten wir mit der Idee, zu sagen: Lasst uns eine Freizone bauen und daneben eine Hamas-Zone. Und dann sagten wir: Wisst ihr was? Planen wir einfach für katastrophalen Erfolg. Wir – Hamas – haben ein Abkommen zur Demilitarisierung unterzeichnet. Das ist es, was wir durchsetzen werden“, argumentierte Kushner in seiner Davos-Rede.

Woher wissen wir, dass es funktionieren wird? Einfach dran glauben.

„Wir haben mit einer Reihe von Hamas-Leuten gesprochen, und wir hören aus der gesamten arabischen Welt, dass die Menschen keinen Krieg mehr wollen. Sie wollen Frieden. Sie wollen eine bessere wirtschaftliche Zukunft für ihre Familien. Sie wollen verlässliche Wohnungen“, sagte ein zweiter US-Beamter bei dem Briefing. „Sie wollen das, was alle Menschen auf dieser Welt wollen – einfach ein gutes Leben. Und ein gutes Leben entsteht nicht über militärische Mittel.“

Beachten Sie, wie das Ziel verschoben wurde: von „Hamas darf nicht an der Macht bleiben“ zu „Hamas muss seine Waffen abgeben“.

Und was ist damit, dass Hamas tatsächlich die Macht abgibt?

Hamas hat eine Verständigung mit der US-Regierung erzielt, berichtete Sky News Arabic.

Unter Berufung auf palästinensisch-arabische Quellen meldete Sky News, dass die Hamas im Gegenzug für die Anerkennung als politische Körperschaft bereit wäre, ihre Waffen abzugeben und Karten der Tunnel im Gazastreifen vorzulegen.

Die Quellen fügten hinzu, dass die Vereinigten Staaten zugestimmt hätten, mehrere ehemalige Hamas-Polizisten und -Beamte in die Verwaltung des „Neuen Gaza“ einzubeziehen, sofern sie israelische und amerikanische Sicherheitsüberprüfungen durchlaufen.

Allerdings hat Israel erhebliche Vorbehalte gegenüber mehreren Aspekten der Vereinbarung geäußert, insbesondere gegenüber der Klausel, die es der Hamas erlaubt, weiterhin als politische Kraft in der palästinensischen Politik aufzutreten.

Mit anderen Worten: Hamas-Funktionäre würden an der Macht bleiben, solange sie „Sicherheitsüberprüfungen“ bestehen – um festzustellen, ob sie Mitglieder einer islamistischen Terrororganisation sind.

Bestätigt ist das ebenfalls nicht, aber es passt zu Witkoffs ständigen Hinweisen auf seine Treffen mit der Hamas.

Wird die Hamas sich entwaffnen? Das hängt davon ab, wie man „Entwaffnung“ definiert.

Bishara A. Bahbah, Witkoffs „palästinensischer“ Berater, behauptete zuvor, die Hamas müsse lediglich ihre „schweren Waffen“ abgeben.

„Die amerikanische Auslegung war gewesen, dass die Hamas als entwaffnet gelten würde, wenn sie ihre schweren Waffen an eine arabisch-palästinensische Seite übergibt und verspricht, keine neuen zu entwickeln oder zu schmuggeln. Was individuelle Waffen betrifft – also die Fähigkeit von Menschen, sich im Falle eines Angriffs zu verteidigen –, so war dies nach amerikanischer Definition akzeptabel.“

Wir haben dafür zwar noch keine direkte Bestätigung erhalten, aber Großbritannien sagt inzwischen im Wesentlichen dasselbe.

Der wichtigste Sicherheitsberater von Sir Keir Starmer hat dafür geworben, dass Hamas einen Teil ihrer Waffen im Rahmen des Gaza-Friedensprozesses behalten darf.

Jonathan Powell, der nationale Sicherheitsberater des Premierministers, ist der Ansicht, die Terrororganisation solle AK‑47-Gewehre und andere persönliche Waffen behalten dürfen, um die festgefahrenen Gespräche über Phase zwei des Waffenstillstands wieder in Bewegung zu bringen.

„Er hängt ständig mit den Amerikanern am Telefon und versucht, das durchzusetzen, was man hier als realistischen Weg nach vorn betrachtet – im Gegensatz zum israelischen Ansatz“, sagte eine Quelle aus dem Umfeld der Verhandlungen.

Powell, der während des nordirischen Friedensprozesses Stabschef von Tony Blair war, ist der Meinung, Hamas solle zumindest mittelfristig einige Waffen behalten dürfen, während ein vollständiger Entwaffnungsprozess später abgeschlossen werde.

Die AK‑47er gelten nun als „persönliche Waffen“ und die eigentliche Entwaffnung soll irgendwann später erfolgen. Aber wenn wir die AK‑47er haben wollen, müssen wir sie der Hamas abkaufen. (Und Iran wird einfach weitere Waffen einschmuggeln.)

Die USA haben mit den Vermittlern Ägypten, Qatar und der Türkei verhandelt, die Washington zugesichert haben, dass die Hamas einem schrittweisen Entwaffnungsplan zustimmen werde. Dieser würde damit beginnen, dass die Terrororganisation ihre schweren Waffen abgibt und ein „Rückkaufprogramm“ für leichtere Waffen startet, so ein US-Beamter und zwei arabische Diplomaten. Das Ziel sei, in den kommenden Wochen mit der Umsetzung des Programms zu beginnen.

Wenn die Hamas irgendwelche Waffen übergibt – an wen gehen diese Waffen dann tatsächlich? An die Hamas. Kehren wir zurück zu dem, was Witkoffs Berater sagte.

„Die Hamas wird schließlich ihre schweren Waffen an arabisch-islamisch-palästinensische Kräfte übergeben müssen.“ Und zu diesen Kräften wird die Hamas selbst gehören. „Es ist möglich, dass Hamas-Aktivisten sich künftig in die palästinensischen Sicherheitskräfte integrieren. Israel und die USA werden das akzeptieren müssen, weil es Aufsicht über sie geben wird und eine verantwortliche Behörde, und sie werden in die palästinensischen Sicherheitskräfte integriert werden“, behauptete Bahbah.

Das entspricht dem, was Hamas selbst erklärt hat: dass sie ihre Waffen nur an die Streitkräfte eines Terrorstaates übergeben werde, der auch sie beinhaltet.

Vertreter Ägyptens haben die USA gewarnt, dass Hamas im Gazastreifen weiterhin über erhebliche militärische Fähigkeiten verfügt, einschließlich der Fähigkeit, Israel anzugreifen, so ein Bericht der libanesischen Zeitung Al Akhbar. Die Beamten hätten demnach hinzugefügt, dass die Hamas sich erst entwaffnen werde, wenn ein „palästinensischer Staat mit Ostjerusalem als Hauptstadt geschaffen“ sei und die Terrororganisation „feste Garantien erhält, dass Israel keine mögliche Vereinbarung verletzt und die Angriffe auf die Hamas wieder aufnimmt“.

Die Waffen, sofern sie abgegeben werden, würden an eine Phantomregierung gehen, die von PLO-Funktionären beaufsichtigt wird, die nun als „Technokraten“ bezeichnet werden – überwacht von den staatlichen Hamas-Sponsoren Türkei und Qatar.

„Wir haben im Gazastreifen eine neue Regierung. Diese Regierung wird mit der Hamas an der Demilitarisierung arbeiten, um die Prinzipien, die im Dokument vereinbart wurden, in die nächste Phase zu überführen“, sagte Kushner.

Ali Shaath, der Leiter des neuen technokratischen Komitees im Gazastreifen, bestätigte das in seinen Fernsehansprachen: „Als Chefkommissar des Nationalkomitees für die Verwaltung des Gazastreifens (NCAG) liegt es in meiner Verantwortung, diesen Moment in Taten umzusetzen, Ordnung wiederherzustellen, Institutionen aufzubauen und eine Zukunft für die Menschen im Gazastreifen zu schaffen, die von Chancen und Würde geprägt ist – unter dem Prinzip einer Autorität, eines Gesetzes und einer Waffe.“

Falls das bekannt vorkommt: Das Abkommen zur Entwaffnung der Hisbollah bestand darin, die libanesische Regierung – eine Marionette der Hisbollah – zu bitten, die Terrororganisation zu entwaffnen. Die Entwaffnung im Libanon hat nicht stattgefunden und wird es auch nie.

„Eine Waffe“ bedeutet nicht Entwaffnung, sondern Integration in eine einzige Streitmacht.

Das NCAG kann nur in dem Maße operieren, wie die Hamas es zulässt. Kurz gesagt: Es ist eine Hamas-Marionette und existiert im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen PLO und Hamas – einer temporären Zusammenarbeit –, die darauf abzielt, die Vereinigten Staaten lange genug zu täuschen, damit sie ihren islamistischen Terrorstaat gemäß dem Einheitsabkommen, das während des Krieges in Moskau und Peking ausgehandelt wurde, anerkennen.

Man muss Qatar hier Anerkennung zollen. Es treibt die „nützlichen Idioten“ erneut auf die Lösung zu, die es haben will: einen Hamas-Terrorstaat in Israel mit internationaler Anerkennung. Dies geschieht, indem es die Europäer (die kaum Überzeugungsarbeit brauchten) und die schwachen Glieder in der Trump-Regierung (Witkoff, Kushner usw.) davon überzeugt, dass jeder Waffenstillstand von Verhandlungen mit Hamas abhängt und diese Verhandlungen dann schrittweise als Weg darstellten, der Hamas mit internationaler Anerkennung durch eine Reihe von Kompromissen, die die Terrororganisation in eine Regierungs-Fassade und ihre Terrortruppen in die Entstehung eines „palästinensischen“ Staates „integrieren“, die Kontrolle über dem Gazastreifen zu verschaffen.

Das Abkommen wird gleichzeitig verhindern, dass Israel die Hamas angreift, bis diese bereit ist, selbst anzugreifen.

Indessen wird die Türkei ein Verteidigungsabkommen mit der Hamas unterzeichnen, ihr legal moderne Waffen liefern und bereit sein, im Namen des neuen „Staates“ direkt zu intervenieren.

Es könnte keine schlechtere Reaktion auf den 7. Oktober geben, als die Hamas auf einen noch schlimmeren Angriff vorzubereiten – diesmal mit internationaler Unterstützung und Milliarden an ausländischer Finanzierung. Und all das beruhte dann darauf, dass dieselbe Wunschvorstellung ausgenutzt wurde, die die Situation seit Jahrzehnten bestimmt: der Glaube, islamistische Terroristen wollten Israel nicht erobern und vernichten, sondern – wie ein namenloser US-Beamter sagte – die Hamas „wolle das, was alle Menschen auf dieser Welt wollen: einfach ein gutes Leben, und ein gutes Leben entsteht nicht durch militärische Mittel.“

Dieser Prozess begann mit den Forderungen nach einem „Waffenstillstand“ und der törichten Zustimmung Israels, darüber zu verhandeln, was die Hamas auf dieselbe Weise ans Steuer brachte wie zuvor die Taliban in Afghanistan; und das ebnet den Weg zu einem Hamas-Staat.

So gelingt es der Hamas ihre Waffen zu behalten, an der Macht zu bleiben und für die nächsten Angriffswellen vorbereitet zu werden.

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